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AWO Begegnungsstätte "Irma Zöller" + KunstWohlfahrt
 

Jahresberichte

2008 - Jahresbericht

Ein überaus erfolgreiches Jahr der AWO Begegnungsstätte „Irma Zöller“ ging zu Ende.

Am 5. Dezember begleitete und begeisterte die Sängerin Gabrielle Heidelberger die Weihnachtsfeier der Begegnungsstätte. Am 11.Dezember spielten Schüler zweier Klassen des badischen Konservatoriums winterliche Stücke. Beide Nachmittage waren die Krönung eines tollen Jahres.

Vor etwa zwei Jahren noch hätte man unsere Begegnungsstätte leicht mit einem schlecht besuchten Büro für Haushaltsauflösungen verwechseln können. Inzwischen sind die Räume in der Klauprechtstraße 30 hell und einladend renoviert, in einem Raum haben sich die AWO-Mitglieder gar eine gut bestückte Bar eingerichtet. Kreativität und Dynamik hielten Einzug. Im Bereich der Aktivitäten jung gebliebener Menschen hat sich die Gruppe „Runter vom Sofa“ gegründet. Das Traum-Duo Hilde Becker und Marianne Röhm hat hier aus einem Senioren-Treff mit vier Besuchern eine Gruppe vielfach aktiver Menschen angeleitet und zusammengefügt, die an guten Tagen unsere Begegnungsstätte sogar überquellen lässt… Zahlreiche Firmen und Geschäftsleute in der Südweststadt unterstützen diese Gruppe mit Sachspenden. Auch dadurch wurde erst eine kontinuierliche Programmgestaltung möglich, wofür wir den Spendern herzlichen Dank sagen.
Das Kunst + Kulturprogramm der AWO-Begegnungsstätte wird von der KunstWohlfahrt inspiriert und organisiert. Peter und Uta Gautel geben die grafische und künstlerische Gestaltung der Einladung und Plakate und zusätzlich viele Ideen und Ratschläge her – den Rest organisiere ich selbst.
Am 19.September des Jahres 08 hieß es: The Bar is open – la Boule roule… eine neue Sektion der AWO Südwest-Weststadt hatte sich gegründet. Denis Foret, gebürtiger Bretone, selbständiger Designer, ansässig in der Südweststadt, führte von nun an die Boule-Kugel in AWO-Hand auf dem Sonntagsplatz unter der Hirschbrücke. Foret hat uns auch eine köstliche Weinprobe Elsässer Weine aus Ammerschwihr am 21. November verschafft. Denis Foret plant für den Frühsommer 09 ein großes Turnier auf dem Sonntagsplatz.
Einzelne Veranstaltungen und Programmpunkte des 2008 sollen nicht unerwähnt bleiben, wenn auch nicht alle Aktivitäten der Begegnungsstätte hier angezeigt werden können.

In das neue Jahr 2008 starteten wir am 25. Januar mit Erika Sulzer- Kleinemeier. Sie stellte ihr, stellt DAS Fotobuch über die letzten 40 Jahre BRD vor, es landete sogar in der FAZ- Bücherempfehlung auf Platz 1. Zusätzlich gab es eine Ausstellung von Originalvergrößerungen die bis zum 8. März zu sehen war. Am 16. Februar unterhielt uns das Duo Holleber/Püschel aus der „Phantastischen Bibliothek Babel“, Hrsg. J.L.Borges mit „Szenischen Lesungen und musikalischen Darbietungen“.
Eine Lesung der absoluten Spitzenklasse absolvierte der Staatsschauspieler Günter Kasch. Er las, rezitierte und erzählte von und über Wilhelm Busch am Freitagabend des 29. Februars. Am 15. März 08 eröffneten wir die Ausstellung „Plastik in der KunstWohlfahrt“ des Architekten und Künstlers Ueli Ruegg, der sich aus der Schweiz zu uns aufmachte um seine verfremdeten, hölzernen Gussformen zu zeigen. Sie wurde nicht nur vom ortsansässigen Publikum gut besucht und angenommen, sogar aus Hannover reisten Interessenten an… Peter Gautel stellte seine schauspielerischen und rezitatorischen Fähigkeiten am 24. April anlässlich einer Ringelnatz-Lesung unter Beweis: Ein Tritt war frei! Am 1.August, zwei Tage vor dem großen Klauprecht-Straßen-Fest, eröffneten wir die 25. Ausstellung von Aquarellen, Montagen und Ölbildern aus drei Jahrzehnten der in Dresden geborenen und im Schwarzwald wohnenden Linde Scheller-Freudenberg.
Am 26. September las die Karlsruher Krimi Autorin Eva Klingler aus ihren Romanen mit Lokalkolorit; dabei beließ sie es aber nicht: Zusammen mit ihrer aus Polen stammenden „besten Freundin“ Dorota Wasilewska, die erst kürzlich den Dresdner Kunstpreis bekam, stellte sie Bilder aus. Diese mit überraschender Tiefe, Farbwirbel ins Nichts….. Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar 2009 zu sehen.
Ausdrückliche Erwähnung gebührt auch der Gruppe türkisch sprechender Pensionisten, die sich dreimal in der Woche in der Klauprechtstraße 30 trifft. Es ist eine Gruppe jung gebliebener Menschen, die mit der Begegnungsstätte durch alle Höhen und Tiefen ging, sich immer beteiligte, und kontinuierlich ihren Beitrag für das Bestehen und Fortbestehen unseres Stadtbezirkes geleistet hat. Die Gruppe um Adnan Beyazit und Ahmet Zorlu plant für Frühjahr 2009 an einem Samstag ein türkisches Folklorefest….
Die KunstWohlfahrt wird eine Photoausstellung der Extraklasse von Senol Zorlu präsentieren. Derzeit ist diese Ausstellung „Madagascar Fotos von Menschen“ im Art Center Berlin Friedrichsstraße zu sehen. Wir wollen sie parallel zur großen Madagascar Ausstellung des Naturkundemuseum am Friedrichsplatz zeigen.

2009 - Jahresbericht

2009: Ein Jahr
der AWO Begegnungsstätte
Irma Zöller.

Mit der Ausstellung „Angeklebt“: SPD + AWO + Ganz Karlsruhe wird kinderfreundlich, „Soziale und politische Plakate aus den 70ern“ von Peter und Uta Gautel begannen wir das Jahr 2009 am 27. Februar.
Am 24. April 09 sollte Herbert Schnaibel aus seiner bitterbösen Karlsruhe-Satire lesen. Bitterbös kam es für Herbert selbst. Er erkrankte an diesem Tag sehr schwer, war aber bald wieder auf den Füßen – Bosheit stirbt eben nicht aus. So sprang für ihn Peter Gautel auf das Lese-Parkett. Es war ein schöner, böser Abend, nicht zu letzt, weil er von Wauwau Adler mit virtuosen Intermezzi auf der Gitarre begleitet wurde.
Am 15. Mai setzten „die Intendanten“, zwei Damen und Schauspielerinnen aus der Südweststadt, dem Programm der KunstWohlfahrt mit „Auf ein Bier – frisch verzapft mit schöner Blume“ die Pilskrone auf. Dank sei hiermit auch der unterstützenden einzigen Karlsruher Brauerei Wolf gesagt.
Lange schon vor dem Schuljahresanfang September 09 erdachten, probten und bastelten Schüler der Schule am Weinweg (Schule für Sehbehinderte) zwei Stücke und die Kulissen für ihr großes kleines Theater. Zwei Sketche wurden mit tatkräftiger Unterstützung der KunstWohlfahrt in Szene gesetzt. Sie fanden am 15. September in der Schule und am 12. Oktober während des Herbstfestes der AWO-Begegnungsstätten in Grötzingen ihre Aufführung.
Am „Einheiztag“, dem 3. Oktober war es soweit: Die Sektion Boule & Bar der KunstWohlfahrt startete ihr 1. Boule-Turnier um den AWO-Cup auf dem Sonntagsplatz unter der Hirschbrücke. Ein voller Erfolg. Begeisterung und Lob auch aus den berufenen Profimündern der Teilnehmer vom 1.BCK, die natürlich noch die Endspielteilnehmer und den Gewinner stellten. Vereinbart wurde für die Zukunft eine gegenseitige Unterstützung bei den jeweiligen Turnieren im Mai und September, aber auch gegenseitige Teilnahme bei Spielen. Eine Fotoserie von diesem Turnier ist auf http://www.jk-medien.com/boule_galerie/ einzusehen.
Ab Freitag, 20. November bis Februar 10, zeigt Klaus Lustig „Am Ende der Welt“. Dazu meint ein Betrachter „Dass Kunst nicht an der Akademie erfunden wurde, dürfte sich herumgesprochen haben. Dass Mensch plus Fotoapparat noch keine Fotografien machen, ist bekannt. Nun gibt es diese Fotoserie der Bretagne, die mich nicht zögern lässt, sie in der Kunst anzusiedeln: überraschend neu gesehen und überzeugend in Fotos umgesetzt…“
Wir danken den Spendern und Sponsoren der vergangenen zwei Jahre, die unsere Aktivitäten der KunstWohlfahrt und ihrer Sektion Boule & Bar unterstützten !

Die Power-Group „Runter vom Sofa“ hielt es auch im Jahr 2009 nicht auf dem Chaiselounge. Vorab möchte unsere Gruppe älterer Menschen den Unterstützern und Sponsoren, es sind die Geschäftsleute aus der Südweststadt, ganz herzlich für die vielen Sach- und sonstigen Spenden danken ! Ohne diese Unterstützung wäre uns manches nicht möglich !
Wir können nur auszugsweise von unseren Aktivitäten berichten, die Chronologie erhebt kein Anspruch auf terminliche + korrekte Reihenfolge oder Vollständigkeit.
Es waren: Zwei von Gerlinde Hämmerle geführte und mit der Gitarre begleitete Besuche im Badischen Landesmuseum. Adelheit Theil erzählte Geschichten (nicht nur) rund um die Faller´s. Bettina Kerth gab mit ihren Schülerinnen ein Konzert mit Themen aus Oper und Operette. Unser eigenes Frühlingsfest wurde untermalt von Gabrielle Heidelberger, die Musik und Poesie zum Besten gab. Ein weiters Highlight war Else Gorenflo mit Mundart und Musik. Zwei Theaterbesuche im Kammertheater und im Sandkorn standen ebenso auf dem Programm, wie eine Fahrt zum Titisee. Es zog uns jedoch nicht nur in die Ferne: Eine Südweststadtbegehung, der sich ein Spätnachmittag mit Fleischkäs´, Weck und Bier anschloss, stand auch auf unserem „Reiseprogramm“. Die Faschingsparty in der Begegnungsstätte (war kaum noch ein Plätzchen zu finden) und das Herbstfest der Begegnungsstätten mit Tanzdarbietungen unserer Seniorinnen und dem begeisterndem Auftritt von Nana Mouskuri aus der Südweststadt. Es wird behauptet, dass Hilde Becker aus der Klauprechtstraße in der Mouskuri steckt…
Die Intendanten , bestehend aus den Schauspielerinnen Ines Haffner und Katrin Strauß verzückten bei ihrem Auftritt in der Begegnungsstätte die vom Sofa auf den Theaterstuhl gerutschten Besucher. Viele Kilo Obst wurden (auch vom Vorsitzenden) gepflückt und „anderweitig“ gesammelt, um anschließend von Hilde Becker als Marmelade verkocht zu werden.
Bei jeder Gelegenheit verkaufen nun unsere zwei „Runter-vom-Sofa-Dynamikerinnen“: Hilde Becker und Marianne Röhm diese köstliche Frühstücksversüßung zum Wohle der Begegnungsstätte…
Auf dem Klauprecht-Straßen-Fest 2009 stand die Begegnung mit der „Via Gazzei“ aus dem toskanischen Radicondoli im Mittelpunkt. Die Via Gazzei ist gewissermaßen die Klauprechtstraße „auf italienisch“ und jene Straße, die im Jahr 2011 den Titel „Europas Kultur- Hauptstraße“ tragen soll– und damit Nachfolger der Klauprechtstraße wäre, die sich bekanntlich um diesen selbst „auf der Straße gefundenen“ Titel im Jahr 2010 bewirbt. „Runter vom Sofa“ verköstigte die Besucher mit Kaffee und Kuchen, die KunstWohlfahrt sorgte für den Wein.

Die türkischstämmigen Pensionisten um Adnan Beyazit, Ahmed Zorlu und Asaf Ekiz bewiesen auch im Jahr 2009 wieder große Kontinuität. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Konzeption und eine große Stütze der Begegnungsstätte. Solidarität, Freundlichkeit und Empathie sind die Eigenschaften der jung gebliebenen Männer.
Die Klöppel-Gruppe und der Klöppelkurs, für die Frau Maria Röder verantwortlich zeichnet, ist auch noch nach vielen Jahren des Bestehens ein Faszination kunsthandwerklichen Werkens.

2010 - Jahresbericht

2010 – ein Jahr des AWO-Stadtbezirk Südwest-Weststadt
„Runter vom Sofa“ – KunstWohlfahrt – Türkischstämmige Pensionisten – Klöppelgruppe – Boule & Bar

Die Erfolgsgeschichte hält an. Auch im vergangenen Jahr konnten wir voranschreiten, neue Mitglieder gewinnen und das Programm erweitern. Unsere „Ältesten“, die Gruppe Runter vom Sofa, ging wieder äußerst dynamisch voran. Neben der zweimal monatlich stattfindenden Stuhlgymnastik wurde im Jahr 2010 eine neue Möglichkeit entdeckt sich zu dehnen und zu strecken: Bauchtanz. Angeleitet von Marlies Ness schwangen die Damen Hüften und Schultern, kreisten mit ihren Becken, und das mit sichtbarem Erfolg, wie das begeisterte Publikum des AWO Herbstfestes der Begegnungsstätten in Grötzingen applaudierend feststellte. Neben dem sportlichen Teil des Programmes blieben die kulturellen und sozialen Inhalte nicht zurück: Man besuchte den Freizeitpark „Tripsdrill“ oder hörte ein Konzert im Stephanienbad Beiertheim. Doch warum denn in die Ferne schweifen. Kultur im eigenen Haus boten die Sängerinen Bettina Kerth und Gabrielle Heidelberger, Daniel Stöckel zauberte und verzauberte. Die frühere BNN Redakteurin Doris Lott erzählte aus ihrem Leben und über Karlsruhe. Norbert Bögle erotisierte das Publikum mit ebensolchen Märchen. Mundart babbelte Else Gorenflo. Natürlich war auch wieder die Sekretärin vom Bürgermeister Faller, die Schauspielerin Adelheid Theil in der Klauprechtstraße 30 zugegen. Auch die Poesie und Lyrik kam nicht zu kurz. Die Bretagne Ausstellung „Am Ende der Welt“ inspirierte den Rezitator Hans-Peter Raber zu einem Ausflug in die französische Lyrik von Rimbaud bis Villon. Vollständig ist die Liste nicht, wir bitten vielmals um Entschuldigung…… Da für unsere Runter vom Sofa Aktivisten Energie das ist, was sie gezielt einsetzen können, wurde ein Ü70 Einführungskurs in den Umgang mit Computer, Internet und eMail organisiert. Selbständig – natürlich. Daniel-Roman Lott führt die Teilnehmer dieser Kurse sehr erfolgreich in die moderne Welt der EDV ein.

Ganz herzlichen Dank sagen alle Runter vom Sofa Aktiven den Geschäftsleuten der Südweststadt für ihre zahlreichen Spenden, ohne die so manches nicht möglich gewesen wäre.

Die KunstWohlfahrt begann im März 2010 mit einer Ausstellung „Bushman in USA“ Er fuhr 1968, also noch vor dem Bau des World Trade Centers, in die USA, um in Museen frühgriechische Siegel zu fotografieren. Doch die Leica, das europäische Auge und der Sinn für das Amerika außerhalb der Wolkenkratzer waren immer mit von der Partie. Es folgte im Juni Maja Römer- Fischer mit “Autonome Handzeichnungen”, Transparenz, Farbe, Material und Relief gingen eine hier unglaubliche Einheit ein. Die Fotografie ist bekanntlich die vitale Halbschwester der Malerei, auch wenn sie nicht immer als künstlerisch ebenbürtig erachtet wird. Sie kann aber auf jeden Fall als taugliches Sprungbrett für freie künstlerische Gestaltung dienen. Genau dies trifft natürlich auf Robert Marcel Becker zu, der hier ja ab September 2010 keine Fotostudioarbeiten im engeren Sinn zeigte.
Ab dem 26. November stellt einer der bedeutenden Cartoonisten der Republik, (oder altdeutsch gesellschaftskritischer Zeichner,) Michael Rickelt, einen Querschnitt aus Jahrzehnten seines Schaffens in der Begegnungsstätte aus: Mirk.
Boule & Bar: Das Wetter dieses Jahres war nicht gerade ideal für das freitägliche Boule-Spiel. Doch wir trotzten staubiger Hitze und kühlem Nass, denn im Herbst wollten wir wieder unser Turnier ausrichten. Am Samstag , 18. September um 1100 Uhr war es soweit: Der AWO- Cup- 2010 wurde auf dem Sonntagsplatz unter der Hirschbrücke ausgespielt. Auch in diesem Jahr ist eine bunt gemischte, teilweise hochkarätig spielende Teilnehmerrunde von 24 Spielerinnen und Spielern zusammengekommen. Das Turnier 2010 wurde im Rahmen des Europa- Festes der Klauprechtstraße gespielt, deshalb der vorgezogene Termin. 2011 findet es wieder am 3. Oktober statt. Das Wetter konnte besser nicht sein. Zum Endspiel ließen die Rieberger- Alb- Goischda Guggenmusik feinster Provenienz erschallen. Wieder staunten die Aktivisten des alten und großen 1.BCK (erster Boule- Club Karlsruhe) wie es die AWO Südwest- Weststadt schafft, binnen drei Jahren eine so erfolgreiche und gute Truppe aufzustellen. Maja Fischer- Römer und Jürgen Hiller aus der Sektion Boule & Bar der KunstWohlfahrt waren Endspielteilnehmer und erreichten den zweiten Platz und die AWO hinterließ einen glänzenden Eindruck.

Die türkischstämmigen Pensionisten um Adnan Beyazit, Ahmed Zorlu und Asaf Ekiz bewiesen auch im Jahr 2010 wieder große Kontinuität. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Konzeption und eine große Stütze der Begegnungsstätte. Solidarität, Freundlichkeit und Empathie sind die Eigenschaften der jung gebliebenen Männer.

Die Klöppel-Gruppe und der Klöppelkurs, für die Frau Maria Röder verantwortlich zeichnet, ist auch noch nach vielen Jahren des Bestehens ein Faszinosum kunsthandwerklichen Werkens.
Klaus Lustig

2012 ein Jahr des AWO Stadtbezirk Südwest-Weststadt und seiner Begegnungsstätte „Irma Zöller“


Die Zuckerpuppen, der Vorsitzende und der Pate..

Dreißig Jahre Begegnungsstätte „Irma Zöller“ 1982 – 2012 galt es zu feiern. Dies taten wir während eines einwöchigen Veranstaltungsmarathons. Franz Hoß, Freund und Pate des Stadtbezirks, hat Daten und Fakten aus Irma Zöllers Leben zusammengestellt und aufgeschrieben. Das Ergebnis lässt sich auf unserer Internetseite als eigenes Kapitel lesen.
Wir blicken auf dreißig Jahre engagierte Jahre zurück, haben einige Enttäuschungen erlebt und viel Freudvolles. Wir boten und bieten Verschiedenstes an. Vom Mittagstisch für Rentner und Bedürftige über Bauchtanz für Ü-70jährige, vom „Mensch ärgere dich nicht“ zum Boule Turnier. Irma Zöller, unsere Namensgeberin und Gründerin, war geprägt von politischem Idealismus - sei es aus der kommunistischen oder der sozialistisch-sozialdemokratischen Gedankenwelt. Sie und ihr Sohn Werner Zöller waren davon geleitet, positive Impulse in diese Welt hineinzutragen. Die AWO war für Irma und Werner, die Plattform, auf der sie ihre Vorstellungen realisieren konnten und deren Ziele sie in hohem Maße zu ihrem Lebensinhalt gemacht hatten. Diese Gedanken bestimmen auch unser Handeln in und für die Begegnungsstätte.
Vor der Geburtstagsfeier wurde unsere marode Beleuchtungsanlage durch eine neue optimale Galerie-Beleuchtung ersetzt, die unsere Räume jetzt im wahrsten Sinne des Wortes in ganz neuem Licht erstrahlen lässt. Nur mit finanzkräftiger Hilfe des AWO-Stadtbezirks Oberreut und des AWO-Kreisverband Karlsruhe war dies möglich. Dafür bedanken wir uns nochmals ausdrücklich und herzlich. Die Symbiose aus Altenbegegnungsstätte und Galerie macht den Erfolg der Begegnungsstätte aus. Nur dadurch ist es uns gelungen, mehrere so unterschiedliche Gruppen zu gründen, sie mit Leben zu füllen und durch ihre Differenz zu wirken.
Ein weiterer Schwerpunkt des Jahres 2012 war die Konsolidierung und der Ausbau unseres generationenübergreifenden Projektes „Der Enkel schlägt den Opa – und die Oma macht mit“: Schach für Jung und Alt. Dieser Gruppe, die von dem überaus freundlichen Pädagogen Walter Wirsching geleitet wird, konnten wir ein weiteres Modul anheften: GO. Ein asiatisches Strategie-Spiel auf einem hölzernen Brett. Hier wirkt Bernd Braun, ein versierter, erfahrener Spieler, der die Grundlagen dieses Spieles gekonnt vermittelt.
Die Gruppe „Runter vom Sofa“ begann das Jahr mit einem traumhaften Ausflug zum Varieté im südpfälzischen Kirrweiler, gleich im Januar. Im Februar erfreute Norbert Bögle mit „Dem Märchen von der bösen Frau“, musikalisch begleitet von Lucia Köhler. Im März referierte und erzählte die Apothekerin Dorothea Hamm über ätherische Öle und die Aroma-Therapie. Im Mai kredenzte der Schauspieler Ferdi Grözinger das „Filet Stroganoff“ in mehreren Versen. Die Opernsängerin Bettina Kerth lud im Juli zu „Musik zur Kaffeestunde“ in die Begegnungsstätte. Wilfried Nees vom AWO Ortsverein Linkenheim hielt im September einen Vortrag zum Thema Patientenverfügung. Eva Klingler, unsere kurpfälzer Karlsruher Krimi-Autorin las im Oktober aus ihrer spannenden Lektüre. Simone Dietz ließ im November die Damen und Herren in ihrem Weihnachtsprogramm „Naschen, lauschen und staunen“. Zum Abschluss des Jahresprogramms der von Hilde Becker und Marianne Röhm geleiteten Gruppe älterer Menschen, war nochmals Bettina Kerth gefragt. Ihre Musikschüler musizierten einzeln und in der Gruppe. So glänzte das Weihnachtskonzert der Kerth Schüler als Highlight des traditionellen Weihnachtsmarktes der „Runter vom Sofa“ Gruppe. Wie jedes Jahr backten Hilde und Co. Bleche voller leckerer Brödle und Kuchen, das knusprige Ergebnis konnte auf dem Weihnachtsmarkt erworben werden. Unsere „Zuckerpuppen“ stellten aber weit mehr auf die Füße, als in diesem Programmausschnitt ersichtlich wird.
Hunderte Gläser köstlicher Marmelade wurden an den Mann und die Frau gebracht. Textiles, ob gehäkelt oder gefilzt ist im ständigen Verkaufsangebot, um die Energiekosten der Begegnungsstätte bezahlen zu können. Kontinuierlich wird der Körper bei Gymnastik ertüchtigt, der Geist während des Spiele-Nachmittags und diversen anderen Zusammenkünften geschärft. Die schauspielerischen Fähigkeiten einiger Damen wurden für das im Herbst ´12 stattfindende Fest der Begegnungsstätten geübt, um dieses mit einigen selbstproduzierten Aufführungen zu bereichern. So könnte (fast) stundenlang weiterberichtet werden…
Die „KunstWohlfahrt“ in der AWO schloss im Jahr ´12 die letzte Ausstellung des Jahres ´11 „Vater und Sohn“ / Augenblicke: Fotos der Nachkriegszeit in Karlsruhe / und Das Alphabet der See: Was die See mit Tang, Algen und Fremden machen kann, im Monat März ab. Aus Heidelberg besuchte uns Hannes Hübners „Schwarze Magie“, Grafiken, die manch Irrationales einfangen, gewürzt mit Ironie und Galgenhumor. Verrätseltes, und Magisch-Abgründiges fanden ab dem 20. April ihren Weg ans Licht. Ab dem 5. Oktober wurde die Ausstellung „Friedrich Stichs – Ein Malerleben mit Brüchen“ gezeigt. Der 1896 in Neckarzimmern geborene und 1979 in Karlsruhe gestorbene Friedrich Stichs war während der Nazi-Zeit verboten. Er hatte eine umfängliche künstlerische Ausbildung, die ihn u.a. in Hannover, Frankfurt und Karlsruhe wirken und werken ließ.
„Boule & Bar“ nutzte die Bar sehr selten, dafür um so mehr „unseren“ Platz unter der Hirschbrücke, der sich allerdings in stark renovierungsbedürftigem Zustand befindet. Das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe hat dies auch gemerkt und daraufhin eine Erneuerung des Bodenbelages in Auftrag gegeben. Uschi Rothe, die Witwe des Platzgründers Jürgen Rothe, selbst kongeniale Mitspielerin in unserer Gruppe, erinnerte an den zehnten Jahrestag der Platzgründung. Erfreut können wir auf die Teilnehmerzahl des Jahres 2012 an unseren freitäglichen Treffen zurückblicken: Oft konnten wir gleichzeitig mehrere doubletten oder gar tripletten spielen. Selbstverständlich fand am 3. Oktober wieder unser großes „Turnier um den AWO-Cup“ statt. Die Teilnehmerzahl war dieses mal so umfangreich, dass sogar auf einem Nebenplatz ein tête à tête gespielt wurde um das Halbfinal ausrichten zu können. Traditionell: Die hohe spielerische Qualität durch Teilnehmer des regionalen Boule-Adels, vor dem sich die AWOianer des Sonntagsplatzes wirklich nicht zu verstecken brauchen.
Die „Türkischstämmigen Pensionisten“ die sich montags, mittwochs und freitags zu Tee, Gesellschaftspielen und Gesprächen treffen, ergänzen das umfangreiche Angebot der Begegnungsstätte. Adnan Beyazit und Asaf Ekiz, beide Vorstandsmitglieder des Stadtbezirks, leiten diese Gruppe, die sehr gerne und oft brutzelt und brät um anschließend gemeinsam zu Essen.
Für das Jahr 2013 haben wir uns vorgenommen eine weitere Gruppe zu gründen: „Vor dem Ruhestand – frisch im Ruhestand“ Orientierung für sich demnächst oder schon im Rentner- Pensionstenstand befindende Menschen. Fachliche Anleitung und formlose Gesprächsgruppe sind die Ziele.
„Einführung in die digitale Fotografie“ wird ein Kurs heißen, der an mehreren Abenden in der Begegnungsstätte „Irma Zöller“ stattfindet.

Karlsruhe im Januar 2012
Klaus Lustig, Vorsitzender

 

2011 - Jahresbericht

2011 – ein Jahr des AWO-Stadtbezirk Südwest-Weststadt
„Runter vom Sofa“ – KunstWohlfahrt – Türkischstämmige Pensionisten – „Der Enkel schlägt den Opa und die Oma macht mit“ – Boule & Bar

Natürlich war es wieder ein ereignisreiches Jahr, so ereignisreich, dass ich für dessen chronologische Aufarbeitung erst jetzt Zeit fand. Wie immer kann ich nicht für Vollständigkeit garantieren und hoffe, wenig Interessantes vergessen zu haben…

Doch zuerst eine Bitte. Nachdem wir Stück für Stück unsere alten technischen Geräte ausgetauscht, abgeschafft oder ersetzt hatten, ging zum Jahresanfang unserer Beleuchtungsanlage das Licht aus. Reparieren lässt sich die „zusammengestückelte“ Beleuchtung nicht mehr, wir brauchen eine komplette Neuinstallation. Deshalb bitten wir, wie schon so oft und erfolgreich, um Spenden an: AWO Kreisverband Karlsruhe e.V. Stichwort „Irma Zöller“ Konto 9 236 308 bei der Sparkasse Karlsruhe BLZ 66050101. Wir senden Ihnen umgehend eine Spendenbescheinigung zu.

Beginnen müsste ich eigentlich mit einem Bericht über unsere nicht zu bändigenden und vor Elan sprühenden Damen und Herren der Gruppe „Runter vom Sofa“, doch ich berichte zuerst von deren Enkeln, von unserem jüngsten Kind: „Der Enkel schlägt den Opa – und die Oma macht mit“. Diese Gruppe, vom ebenso engagierten wie erfahrenen Schachlehrer Walter Wirsching geleitet, ist ein generationenübergreifendes Projekt, das wir im Februar 2011 jeweils samstags alle zwei Wochen stattfindend, starteten. Menschen allen Alters spielen zusammen Schach. Trotz unterschiedlicher Frequentierung etabliert sich diese programmatische Gruppe zu einer festen Größe in unserem Angebot.

Hilde Becker (supervisor) und Marianne Röhm (team supervisor), die immer aktive Doppel-Spitze (sprich: Die Macherinnen) unserer Gruppe „Runter vom Sofa“, fleißig unterstützt von Marisa Stjepanovic und Ingrid Preuß präsentierten auch im vergangenen Jahr ein Programm, das sich gewaschen hat. Im Telegramm-Stil: 13.01. – N. Bögle – Lügen haben lange Beine. 16.01. – Besuch des Musicals „Ich war noch nie in New York“ (allerdings in Stuttgart). 23.01. – Kammertheater, Bettina Kerth – „Kann denn Liebe Sünde sein ?“. 17.02. „Zauberer Christo. - Fasching einmal anders“.17.03. - Eva Klingler. „Beinahe Florenz oder Baden für Nichtschwimmer“. 12.05. – Die Intendanten „Wein, Weib und Gesang“. 16.06.- Nachmittagsausflug nach Sasbachwalden. 14.07. – Bettina Kerth. „Singen ist gesund“. 02.08. – Tagesausflug zu Adlermoden. 08.09. – „Rabenstern – Vortragskünstlerin“. 27.10. – Hubertus Marek. „Karaoke“. 17.11. – Präsentation: Schmuck und Gesundheit. 09.12. – „Nikolausauftritt“. Neben diesen herausragenden Programmpunkten würde natürlich fleißig Gymnastik betrieben und an Spiele-Nachmittagen gezockt…. Damit war natürlich noch nicht viel getan, so meinten die Damen und backten an Ostern und Weihnachten tausende Brödle und einige Kuchen. Natürlich wurde auch wieder die Marmeladenproduktion angeworfen, gestrickt und gehäkelt und alles zum Wohle der Begegnungsstätte „Irma Zöller“.

Die KunstWohlfahrt stellte im Jahr 2011 wieder einiges aus und hängte vieles auf: Am 25. März 2011 eröffnete der Karlsruher Sozial- und Jugenddezernent Martin Lenz zusammen mit Peter Gautel eine Ausstellung der KunstWohlfahrt, wie sie so noch nie in Karlsruhe stattfand. „Kinderkunst“ Mehr als Einhundert Exponate: : Tuschezeichnungen, Aquarelle, Wasserfarben- Bilder, Buntstiftzeichnungen, Linolschnitt- Drucke, über Tonarbeiten bis zu Skulpturen aus Pappmaché – Viele junge Künstlerinnen und Künstler mehrerer Karlsruher Schulen zeigten, was Kunst ist. Ab 15. Juli waren Bilder von verblüffender Kraft, von unerwarteter Farbigkeit, von erfreulicher Eigenständigkeit der Karlsruher Malerin Gudrun Wörner-Rickelt zu sehen. Am 18. November wurde die Foto-Ausstellung „Augen-Blicke“ (Fotos aus der Karlsruher Nach-Kriegs-Zeit) + „Das Alphabet der See“ (Fotos vom Bigouden Strand – Bretagne) von Vater & Sohn (Lustig) durch Martin Stieghorst eröffnet.

Boule & Bar nutze natürlich jede freie Minute, freitags ab 17:00 Uhr unter der Hirschbrücke zu spielen. Der Präzisionssport Pétanque ist eine Boule-Sportart. Der Sport wird von rund 570.000 Sportlern in 76 nationalen Verbänden (Stand Dezem-ber 2007), die der Fédération Internationale de Pétanque et Jeu Provençal (FIPJP) angehören, betrieben. Unser Verband heißt AWO Stadtbezirk S/W. Das traditionelle Turnier um den AWO-Cup fand auch in diesem Jahr auf höchstem Niveau am 3. Okober statt. Ein interessant erweitertes Teilnehmerfeld durch zahlreiche Bouleisten vom TuS Rüppurr frischte unser Turnier auf. Dadurch konnte der Ausfall einiger Pétanque Spieler vom ersten Boule- Club Karlsruhe, die sich in die Vogesen verirr-ten, bestens ausgeglichen werden. Die Vorrunde wird als Super Mêlée gespielt. Beim Supermêlée wird eine vorher festgelegte Anzahl von Runden gespielt, bei un-seren Turnieren stets drei an der Zahl. Die Teilnehmer werden dabei nach jeder Runde durch Auslosung ermittelt. Immer zwei gegen zwei. Anschließend spielen die acht bestplatzierten Spielerinnen und Spieler ein Halbfinale. Die Sie-germannschaft und die unterlegene Mannschaft des anschließenden Finales ermitteln durch ein Tête- à- tête die jeweilige interne Platzierung. So konnten die ersten vier Plätze exakt ermittelt werden. Der Sieger, Michael Sondermann ist ebenso wie der drittplazierte, Denis Forét, ein Südweststädtler. Vierte wurde die hervorragend spielend Katharina Brümmer vom TuS Rüppurr. Stephan Goetz war zum dritten Mal ganz vorne dabei und wurde im Tête- à- tête Zweiter.
Die türkischstämmigen Pensionisten um Adnan Beyazit, Ahmed Zorlu und Asaf Ekiz bewiesen auch im Jahr 2011 wieder große Kontinuität und änderten ihre Ver-antwortlichkeiten des dreimal wöchentlich stattfindenden Treffens. Asaf ist nun „Club-Verantwortlicher“. Die türkischstämmigen Kollegen sind ein wichtiger Teil unserer Konzeption und eine große Stütze der Begegnungsstätte. Solidarität, Freundlichkeit und Empathie sind die Eigenschaften der jung gebliebenen Männer. Bei ihren Treffen steht Unterhaltung, gemeinsames Kartenspiel ebenso wie gemeinsames Kochen und Diskussionen beim Genuss von Çay (Tee) im Vordergrund.
Ein ganz besonderer Dank gebührt den zahlreichen Gewerbetreibenden aus der Südweststadt, aber auch aus anderen Stadtteilen, die uns tatkräftig unterstützten und dies vor allem durch viele Sachspenden bewiesen.
Klaus Lustig – AWO-Stadtbezirksvorsitzender Südwest-Weststadt

2013 - Jahresbericht

Im vergangenen Jahr feierte die Klauprechtstraße ihren 125jährigen Geburtstag. Wir feierten natürlich mit, denn die AWO-Begegnungsstätte ist zum Treffpunkt und zur unverzichtbaren Einrichtung der Klauprechtstraße geworden. Extra für diesen Geburtstag wurde eine umfangreiche Ausstellung, eine „Historische Revue“ der Klauprechstraße gewidmet. Über 50 Exponate, Fotos, Grafiken, Pläne, Skizzen wurden vom Kurator der KunstWohlfahrt teilweise aufwendig und großformatig reproduziert und in einer vielbeachteten Ausstellung in der Begegnungsstätte gezeigt. Tatkräftig unterstützt von „Kamera-Langer“, der Wirkstatt, der Stadt Karlsruhe und vom ZKM. Zahlreiche Bewohner der Klauprechtstraße stellten alte Fotografien und Drucke zur Verfügung. Im Stadtarchiv fand sich der Rest…
Investiert wurde in, für unsere Verhältnisse, großem Umfang. Unser CD/Musik-Abspiel-Gerät hatte eine geplante Obsoleszenz (Verfall), die mithilfe eines nicht zu überlistenden Chip installiert war. Das bedeutete dann leider der Kauf eines neuen, hoffentlich lange haltbaren Geräts. Lieber Einfrieren, als wegwerfen und im Sommer ein paar Eiswürfel: Also schafften wir uns ein neues Gefriergerät an. Endlich Ordnung im Lagerraum, dazu waren einige Schränke und Kommoden nötig. Alle in allen sinnvollen und nötigen Anschaffungen.
Natürlich begleiteten unsere Zuckerpuppen von der Gruppe „Runter vom Sofa“ den anfangs verregneten Festtag am 15. September mit ihrem legendären Kuchen und Kaffeestand; die KunstWohlfahrt schenkte Wein ein. Es war wieder einmal ein gelungener Anlass für unsere Begegnungsstätte zu werben. Und etwas Bares kam auch in die Kasse. Eigens für diesen Tag engagierten wir den weltbekannten Zauberer „Magic Christo“ (Daniel Stöckel) und die „Intendanten“ (Ines Haffner + Katrin Strauß). Daniel und Ines sind natürlich auch AWO Mitglieder des Stadtbezirks. Leider konnten wir diese künstlerischen Beiträge pekuniär nur dürftig honorieren, dafür gab es umso mehr Beifall – wofür sich die Künstler allerdings nichts kaufen können. Sie sind halt nicht „Systemrelevant“, sonst sähe es vielleicht etwas anders aus…
Die Gruppe „Runter vom Sofa“ wird sich zukünftig etwas einschränken in ihrer Programmvielfalt. Das Alter macht sich bei den zwei Motoren dieser Gruppe, Hilde Becker und Marianne Röhm, doch etwas zwackend und zwickend bemerkbar. Der bisherige „Donnerstagstreff“ wird in gewohnter Form, d.h. an jedem Donnerstag, nicht mehr stattfinden. Leider verlieren wir damit auch die alle zwei Wochen geübte Senioren-Gymnastik. Vorerst. Stattfinden wird der Spiele-Nachmittag an jedem dritten Donnerstag eines Monats. Diese Gruppe wird von Marisa Stjepanovic und Ingrid Preuß geleitet. Außerdem wird sich es einen „Stammtisch“ in der Begegnungsstätte an jedem ersten Donnerstag eines Monats geben. Stattfinden werden natürlich auch weiterhin „Hildes Events“: Informationsveranstaltungen, (Oster)Spaziergänge, Oktober-Fest, Opernnachmittage, Theater und vieles mehr… Hier zeigt es sich, dass solche ehrenamtlich organisierten Gruppen, wenn die Teilnehmer höheren Alters sind, nicht mehr ohne (semi)professionelle Unterstützung dauerhaft existieren können. Zu viel ist für einen gelungenen Nachmittag zu verrichten, zu kochen, zu putzen, zu stellen, zu bedienen…
„Runter vom Sofa“ war dennoch im Jahr 2013 voll bei der Sache. Alle ausgeschenkten oder zubereiteten Speisen und Getränke waren und sind, wenn möglich, aus „fairem Handel“ oder zumindest in bio-Qualität. Zahlreiche Veranstaltungen zusätzlich zum festen Programm wurden absolviert. Nicht zu vergessen die starke Beteiligung unserer Gruppe am Herbstprogramm des Festes der Begegnungsstätten in Grötzingen. Auszug aus den Jahresaktivitäten: 04.01.Besuch im Sandkorntheater. 14.02. Lesung Doris Lott „Hopfenduft und Butterbrezel“. 14.03. Norbert Bögle/Luzi Köhler: Geschichtenerzählung „Wünsche“. 18.04. Frau Apothekerin Dorothea Hamm (OK Apotheke): Was die Oma noch wusste. 16.05. Simone Dietz Kunsthistorikerin: Spaziergang durch die Südweststadt. 21.11.Magic Christo ( Daniel Stöckel): „Große Zauberei“. 30.11. Besuch im Sandkorntheater: Weihnachtskabarett. 12.12. Weihnachtsprogramm: Mit Bettina Kerth und ihren Schülern und „Riesen -Weihnachts-Markt“.

Schach + GO: fand mit unterschiedlicher Beteiligung bis zur Mitte des Jahres in gewohnt hoher Qualität als generationenübergreifendes Projekt mit den engagierten Lehrern Walter Wirsching und Bernd Braun statt. Hier ist eine gesicherte Finanzierung des Projektes vonnöten, die Mittel sind beantragt. Es stellt sich heraus, dass die Interessenten am asiatischen GO-Spiel eventuell einen eigens dafür geschaffenen Gruppentermin wahrnehmen wollen. Wir könnten im Rahmen unserer Sommerakademie 2014 auch eigene Go- und Schachkurse anbieten.
Die Pétanque (Boule) Gruppe traf sich bei schönem Wetter, wie gewohnt, auf dem Platz unter der Hirschbrücke und verfeinerte ihr Spiel ebenso, wie die Anwerbung neuer Mitspieler, die dann natürlich sofort in die AWO integriert werden. Leider musste unser traditionelles Boule-Turnier am 3.Oktober wegen zeitlicher Engpässe der Schiedsrichter 2013 ausfallen. Wir werden uns selbstverständlich bemühen im Jahr 2014 das Turnier um den AWO-Cup traditionell wieder auszurichten. Die Anzahl der „Bar-Abende“ in der Bar der Begegnungsstätte blieb überschaubar, also ist noch genügend Ricard da…
Die KunstWohlfahrt zeigte im Jahr 2013 zwei neue Ausstellungen. Die historische Ausstellung zum Geburtstag der Straße wurde bereits erwähnt. Am 22. November eröffneten wir mit einer legendären Vernissage (über 90 Besucher an diesem Abend) eine Ausstellung des Karlsruher Künstlers und Konstruktivisten Gerhard Knodel. Knodel zeigt seine textilen Exponate und ein Glasfenster. Das filigrane seiner vielseitigen Werke, bei denen oft das „M“ im Mittelpunkt der konstruktivistischen Anordnung steht, ist unbeschreiblich. Auch Gerhard Knodel konnte für die Sommerakademie der Begegnungsstätte im Jahr 2014 gewonnen werden. Knodel wird einen textilen Web-Kurs geben.
Ein in Kooperative mit der Traditionsfirma Kameratechnik Langer (Kamera-Langer) veranstalteter Kurs „Digitale Fotografie“ wurde von zwei unsere Mitglieder besucht. Solche und weitere Kurse werden zukünftig mehrmals veranstaltet. Auch in den Bereichen Portrait- und traditioneller Fotografie.
Drei Lesungen ließen das Jahr ausklingen. Am 29. November las der Thaddäus Troll-Preisträger Matthias Kehle aus seinem „Scherbenballet“. Am 6. Dezember duftete „Das Parfüm der Witwen“ aus Walter Lamprechts Buchdeckeln. Den Abschluss zelebrierte Karlfriedrich Ohr. Er trug Persiflagen, Poeme und schöne Prosa vor. Auch auf pälzisch.
Die „Türkischstämmigen Pensionisten“ die sich montags, mittwochs und freitags zu Tee, Gesellschaftspielen und Gesprächen treffen, ergänzen das umfangreiche Angebot der Begegnungsstätte. Adnan Beyazit und Asaf Ekiz, beide Vorstandsmitglieder des Stadtbezirks, leiten diese Gruppe, die sehr gerne und oft brutzelt und brät um anschließend gemeinsam zu Essen.
Wir hoffen in unserem nächsten Jahresbericht für das Jahr 2014 weitere Erfolge, vor allem die unserer geplanten Sommerakademie, einiger Kurse und einer neuen Gruppe zu vermelden!
Besuchen Sie unsere Internet-Seite: http://www.kunstwohlfahrt.eu

Karlsruhe im Februar 2014
Klaus Lustig, Vorsitzender

2014 Jahresbericht mit Anschreiben an die Mitglieder und Interessierten

Liebe Mitglieder des AWO-Stadtbezirks Südwest-Weststadt, liebe Förderer unseres Engagements, liebe Interessierte,

zwei Seiten stehen zur Verfügung, um zu berichten, was im Jahr 2014 alles im Stadtbezirk und der Begegnungsstätte „Irma Zöller“ geschah. Zu wenig Platz, um wirklich alles zu berichten. Ich musste einiges unerwähnt lassen, konnte nicht die umfangreiche Liste der einzelnen Sponsoren unterbringen. Dennoch will ich mich beim AWO-Stadtbezirk Oberreut besonders bedanken, für seine großzügige, schnelle und unkomplizierte Unterstützung bei den anfallenden Kosten einiger unserer Projekte. Merci Oberreut! Genau so gebührt natürlich unser Dank dem AWO Kreisverband Karlsruhe e.V. für die Unterstützung unserer ersten „Sommerakademie“ und unserer Öffentlichkeitsarbeit.
Immer wieder werde ich gefragt, was denn die KunstWohlfahrt sei, ob sie ein eigenständiger Verein mit Vorstand wäre. Dem ist nicht so. Die KW ist lediglich eine Abteilung, die bestimmte, nämlich kulturelle Aktivitäten in der Begegnungsstätte und im Stadtbezirk bündelt, ein Kind von uns – das natürlich (s)einen Namen braucht. Wenn man es rufen will, soll es ja auch hören...
Wie schon im letzten Jahresbericht angekündigt, bahnten sich Änderungen in der Gruppe „Runter vom Sofa an“. Doch die Befürchtung, diese Gruppe würde jetzt langsam entschlafen, oder sich (altersbedingt) nicht mehr so häufig treffen, wurde eindrucksvoll widerlegt…
Flüchtlinge – Immigranten – Emigranten verdienen unsere Solidarität, unsere tatkräftige Hilfe. Dafür sind wir die AWO. Das sagten sich auch die Aktivistinnen der „Runter vom Sofa Gruppe“ und füllten diese Aussage mit Taten. Hilde Becker hatte nämlich während des Sommer 2014, also mitten in der Ferienzeit, die Idee, substantielle Hilfe zu leisten. Als eine besonders günstige Konstellation erwies sich die Doppelfunktion unseres Kreisvorstandsmitglieds Judith Gremmelspacher bei der AWO und in der Karlsruher Flüchtlingshilfe. Hilde und Co. verfügen über eine Ansprechpartnerin. So kommt gleich etwas an.
Als besonders zynisch und menschenverachtend erweist sich die Diskussion um „sichere Herkunftsländer“, um Kriegsflüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge. Gute und weniger gute Flüchtlinge. Die Qualifizierung notleidender Menschen, die in der Bundesrepublik Schutz suchen, nach Kriterien der Verwertbarkeit. Gut ausgebildete Christen sind willkommen, Sinti und Roma aus dem Kosovo können in ihrem sicheren Herkunftsland bleiben. Oder wo der Pfeffer wächst. Hier tut der weitgehend konsensuale Antiziganismus sein übriges, auch in Baden-Württemberg.

Ein trauriges, tragisches Ereignis ereilte uns durch den unerwarteten, viel zu frühen Tod unseres Vorstandsmitglieds Werner Stichs am 22.November 2014. Werner Stichs zählte zu meinen besten Freunden und war ein sehr, sehr guter Ratgeber und Gesprächspartner. Beharrlich und immer fest seinen demokratischen und menschlichen Grundsätzen verpflichtet, stets zuvorkommend und freundlich – das war Werner. Er hinterlässt eine nicht zu füllende Lücke. Auf AWO-Kreisverbandsebene war Werner u.a. an der neu beschlossenen Satzung durch seine konstruktiven Änderungsvorschläge beteiligt.

Mittel- bis langfristig werden und wollen wir unsere Begegnungsstätte Barriere-frei umbauen, den erhöhten Fußboden aus dem vorderen Raum nehmen, die Toiletten für Menschen mit Handicap problemlos nutzbar machen, eine ebenerdige Eingangsmöglichkeit übers Treppenhaus schaffen.

Doch zuerst – und noch in diesem Jahr – müssen einige Schönheitsreparaturen ausgeführt werden. Die Wände müssen geweißelt, das eine oder andere Eck geschönt werden. Das freut uns, denn es zeigt: Unsere Begegnungsstätte wird umfangreich genutzt. Wie immer sind wir froh um jede Spende, die unseren Investitions- und Reparaturhaushalt auffüllt. Der AWO-Kreisverband Karlsruhe e.V. leitet Ihre Spende, wenn sie mit dem Stichwort „Irma Zöller“ versehen ist direkt an uns weiter und stellt Ihnen eine Spendenbescheinigung aus.

Dazu ist das Konto IBAN DE92660501010108165929 BIC KARSDE66XXX eingerichtet

Es grüßt Sie, es grüßt Euch
Klaus Lustig
Vorsitzender des Stadtbezirks
Dem auch zum Ende des ersten Jahrzehnts
seine Arbeit in der AWO großen Spass macht….
2014 ein Jahr des AWO-Stadtbezirks Südwest-Weststadt und seiner Begegnungsstätte „Irma Zöller“

Jahresbericht 2014 - des AWO-Stadtbezirks Südwest-Weststadt und seiner Begegnungsstätte Irma Zöller

War unsere Gruppe Runter vom Sofa im Jahr 2014 BEI SINNEN? Eindeutig: JA!: Denn Die Damen der Kerntruppe designten zusammen mit der HfG Absolventin Tina Becker spezielle Pralinen, aufrollbare Slips, Partner-Strümpfe, Lampen für Kinder und noch mehr… Das Diplomarbeits-Projekt von Tina Becker trug nämlich den Namen BEI SINNEN.

Im April besuchten die RvS-Damen anlässlich eines Konzerts der Opernsängerin Bettina Kerth den Alten Schlachthof. Frau Kerth, die sich bereits mehrfach im AWO-Stadtbezirk eingebracht hat, gab zugunsten der Flüchtlingshilfe in der Begegnungsstätte im November abermals eine virtuose Probe ihrer Kunst.

Ein außerordentliches Engagement unserer Ü-60 Gruppe RvS gilt der Hilfe für in Karlsruhe ankommende Flüchtlinge. Nicht nur die vier Warensammlungen - es wurden hauptsächlich Hygiene-Artikel und sofort Benötigtes gesammelt - auch die direkte Betreuung von Flüchtlingen in der Memeler Straße in Durlach-Aue hat sich die RvS zu Eigen gemacht. Einige selbstgebackene Kuchen, Gebäck, Kleider und von unseren Frauen aus der AWO selbstgestrickte und gehäkelte Baby-Kleidung, ein Zauberer und ein Musikprogramm für samstagnachmittags, wurden nach Durlach in die dortige Flüchtlingsunterkunft gebracht. Aus Sicht des Stadtbezirksvorstands ist die Leidenschaft, mit der Runter vom Sofa diese notleidenden Menschen umsorgt, als außerordentlich einzustufen. Hilde Becker und ihre Mitstreiterinnen hoben diese Hilfe ohne Anleitung, ohne Zwang aus der Taufe. Mitten in der Ferienzeit! Sie erkannten die dringende Notwendigkeit sofort und sinnvoll zu helfen. Und dies alles in einem Alter, in dem manch andere Gruppe selbst nach Hilfe verlangt….
Ein Benefiz-Nachmittag fand am 6. November 2014 statt. Für den literarischen Teil sorgte Eva Klingler, unsere emsige Krimi-Autorin, ein Karlsruher Markenzeichen. Das Musikalische besorgte, wie bereits oben erwähnt, die Opernsängerin Bettina Kerth und ihre Begleitung. An dieser Veranstaltung waren zahlreiche Vertreter der örtlichen Politikebene anwesend, u.a. der Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD Karlsruhe, Parsa Marvi und der Menschenrechtszentrumsvorsitzende Dankwart von Loeper und natürlich zahlreiche Repräsentanten der anderen Stadtbezirke und des AWO-Kreisvorstands.

Nebenher traf sich die Runter vom Sofa Gruppe natürlich noch zu ihren donnerstäglichen Kaffeerunden und Spiele-Nachmittagen.

Natürlich ist Bewegung ein Thema, wenn man runter vom Sofa will: Im Jahr 2014 absolvierten viele Frauen aus der RvS den bei uns mittwochs angebotenen Qi-Gong Kurs, der weiterhin fortgesetzt wird.

Traditionell beendete die Gruppe das Jahr mit der „Himmlischen Backstube“, einem großen Bazar der leckersten und süßesten Weihnachtsbäckerei, dieses Mal zugunsten der Flüchtlingshilfe.
Die KunstWohlfahrt zeigte bis zum Herbst des Jahres 2014 Ornamentik und Konstruktivismus von Gerhard Knodel (BBK). Es wurde Genähtes, Gedrucktes, Gewebtes gezeigt. Im November eröffneten wir eine Ausstellung des Karlsruher Malers Benno Huth (BBK), einem Hubbuch Schüler. Huth ist ein Vertreter der gegenständlichen Darstellung, die aber durchaus viel Symbolik implementiert und oft von der antiken Mystik Griechenlands inspiriert ist.
Unsere erste Sommer-Akademie veranstalteten wir von Juni bis August.
Gerhard Knodel bot einen Web-Kurs „Bänder und kleine Bilder“ an. Elementare Web-Techniken, Verwertung von Gebrauchsgegenständen, selbstgespannte Web-Rahmen etc.
Bernd Braun verabreichte einen Grundkurs im Go-Spiel, aus dem sich sukzessive eine Go-Gruppe entwickelte, die jetzt im Karlsruher Club 50 – Plus ihre Heimat fand.
Der Schauspieler Ferdi Grözinger unterrichtete die theoretischen Grundlagen des Schauspiels und vertiefte sodann mit praktischen Übungen. Die Teilnehmer waren derart begeistert, dass Ferdi im November noch ein Doppel-Wochenende nachschieben musste.
Renate Schweizer ging mit Kindern und älteren Menschen auf musikalische Entdeckungsreise ins Musiktheater, wobei Mimy Mutig aus dem Puppentheater und das lebendige Wollknäul Frau Schiller (der beliebte Hund Renates) assistierten.
Im Mai des Jahres 2014 las der Karlsruher „Heimat-Schriftsteller“ Herbert Schnaibel Böses und weniger Böses aus seinem Werk vor, David Bem begleitete Herbert auf zahlreichen Musikinstrumenten.
Im Oktober gaben außerdem Doris Lott, Ursula Jetter und Michail Krausnick eine Lesung. Das Thema des Abends lautete „Innenwelten - Außenwelten“. Moderiert wurde dieser tolle Abend von Regine Kress- Fricke. In ihren Themen unterschieden sich die Autoren deutlich voneinander. Gemeinsam ist ihnen ein besonderer Bezug zu Karlsruhe.
Der Enkel schlägt den Opa – und die Oma macht mit, unsere generationenübergreifende Schachgruppe, traf sich an zahlreichen Samstagen unter Anleitung ihres netten Schachlehrers Walter Wirsching.
Unsere türkischstämmigen Pensionisten, die männlich besetzte Ü-60 Gruppe im Begegnungszentrum, hat ununterbrochenen Zulauf. Soziale Interaktionen bei Tee, Kaffee oder Selbstgekochtem stehen auf dem Programm. Nach wie vor ist diese sich drei Mal pro Woche treffende Gruppe ein Grundpfeiler unseres Zentrums. Stets hilfsbereit und freundlich.
Boule und Bar. Die Pétanque Spieler - eigentlich müsste man Spielerinnen sagen, da der Frauenanteil höher als der Männeranteil ist – verbrachten auf dem Sonntagsplatz fast jeden Freitagabend, denn es war ein sehr gut spielbares Jahr. Das Wetter war schuld – ihm sei ein ausdrückliches Dankeschön gesagt. Diese Gruppe ist im wahrsten Sinn des Wortes generationenübergreifend, denn das Teilnehmeralter liegt zwischen sechs und achtzig Jahren. In diesem Jahr improvisierten wir unser traditionelles Turnier am 3.Oktober auf „lockerer Basis“, wodurch allerdings nur wenig Wettkampf entstand. Wir werden aber im Jahr 2015 - Denis Foret ist wieder verfügbar… - in gewohnter Weise das Turnier um den AWO-Cup veranstalten. Mit Merguéz, Ricard, Merlot und zahlreichen Teilnehmern. Das Turnier könnte eventuell bereits auf der neu angelegten Bahn im westlichen Teil der Grünanlage unter der Hirschbrücke stattfinden. Diese wird zusätzlich zu der alten „Ruckelpiste“ im Osten hoffentlich eine gepflegtere Spielfläche bieten.
Klaus Lustig – Februar 2015