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AWO Begegnungsstätte "Irma Zöller" + KunstWohlfahrt
 

Ausstellungen in der KunstWohlfahrt

Ausstellung Revue & Zeit - Klaus Lustig + Peter Schumacher

Klaus Lustig – Revue Vernissage 24.11.2017 KunstWohlfahrt/Klauprechtstr. 30, Karlsruhe

Auch der schwedische Kult-Fotoapparat, die Hasselblad, wurde in diesem Jahr 2017 60 Jahre alt. Sie ist legendär und geradezu der Rolls Royce, Mercedes und Ferrari der Fotoapparate in einem. Grund genug, diesen 60ern zu gratulieren und ihnen ein kleines Denkmal zu setzen. Mit der Hirschbrücke hier in der Südweststadt gelingt es Klaus Lustig, ihr eine einzigartige Dynamik zu verleihen, allein durch den extremen Winkel, den er wählt. Damit erhebt er die Eisenbahnbrücke aus der Zeit von Großherzog Friedrich zu einem Monument und Zeitdokument. Wie sonst will man die ganze Hirschbrücke auf ein Foto bannen? Wie der Klassiker-Fotograf und Maler Alexander Rodtschenko, der im Russland als Vertreter des Konstruktivismus bekannt war und sich seit den 1920er Jahren der Fotografie in ungewöhnlichen Perspektiven widmete, begibt sich Klaus Lustig auf die Suche nach einer ungewohnten Ansicht, einem Versatzstück, durch das man sich jedoch das Gesamte erschließen kann. Spuren der Zeit werden sichtbar. Der Fotograf sieht ein Motiv, er stellt es nicht, und wenn etwas stört, wie Autos oder viele Menschen, dann wird ein Foto eben auch mal nicht gemacht. Auf dem Hasselblad-Film sind schließlich nur 12 Fotos möglich, da überlegt man sich gut, ob man das Motiv wirklich gut erfassen kann. Meist hat Klaus Lustig ein Stativ dabei, denn er entscheidet sich oft für längere Belichtungszeiten. Obwohl er mit digitaler Fotografie angefangen hat, liebt er seine mechanische Kamera, die sehr robust ist – war sie doch beim ersten Weltraumflug auf den Mond mit dabei! – die man wunderbar aufklappen und von oben durchgucken kann, und die sogar einen angebauten Belichtungsmesser hat, ein sorgfältig gepflegtes und gehegtes Spielzeug.

Wer Klaus Lustig kennt, der weiß, dass er ein großer Fan der Bretagne ist. Er liebt mit seiner Familie die Landschaft, die Geschichte und Kultur des Landes, die Menschen. Es ist ein Land, in dem sich die Lichtverhältnisse schnell ändern, eine große Herausforderung für jeden Fotografen. In einer dichten Collage möchte uns Klaus Lustig die verschiedenen Aspekte der bretonischen Landschaft zeigen: das Motiv auf der Einladungskarte sind die verschlossenen Verkaufsstände der Spitzenklöpplerinnen, die tagsüber ihre Waren feil halten. Hier, nach Feierabend, wenn die Sonne schon fast verschwunden ist, wirken die Buden wie Wächter einer vergangenen Zeit, immer noch in ein weiches, diffuses Licht getaucht, mit den typischen Farben der Bretagne – Blau wie der Himmel, Grün wie die Vegetation, Beige wie der Sand an der Küste. An dem über 2 km langen Strand kann man oft stundenlang allein gehen, angespültes Schwemmgut sieht aus wie fantastische Wesen aus einer anderen Welt, an den Strand geworfen, ausgespuckt vom geheimnisvollen Meer. An der bretonischen Küste findet man auch immer wieder Zeugnisse aus der jüngeren Vergangenheit, ein deutscher Vorbunker, der aussieht wie ein angespülter riesiger 70 Jahre alter Fisch aus Beton, wie ein Raumschiff, und künstlerisch gestaltet wird er wieder zum rosa Fisch, die Beischriften machen ihn zum Mahnmal: Gräten oder Gefangene im Fisch?
Die Digitalfotos zeigen auch Motive in Bewegung, z.B. die auffliegenden Möwen in verschiedenen Flughaltungen. Selbst die Folgen der Orkane werden sichtbar in den verfallenen Fenstern und Häusern, die von Dachdeckern in typischer orkandichter Schieferdeckung geschützt werden. Die weißen Hausfassaden mit ihren prägnanten Kaminformen, Steinmauern und Gärten mit Palmen und Palmfarnen sind markant für diese Gegend. Ausgemusterte Boote wurden früher am Strand liegen gelassen, bis sie Wind und Wetter verwittern und dem Erdboden und dem Meer zurückgeben. Heute liegen diese Schiffe auf Grundstücken und warten auf ihren letzten Atemzug, sie ruhen in Frieden, ein Boot heißt „La Paix“, der Friede. Früher im Meer, jetzt im Garten, einem Paradiesgarten in der Bretagne.
An der Wand daneben wieder heimische Motive: ein Wald bei Lauterburg, hinter dem eine Fabrik lauert, der Heidelberger „Knast“ = Zoo, in dem ein Orang Utan-Weibchen gefangen herumhängt. Die Bronzetür der Stefanskirche: die Bierflasche sieht so aus, als ob sie gerade von dem Heiligen auf der Tür geleert wurde, er liegt wie betrunken auf dem Boden, wurde in Wirklichkeit gesteinigt. Und in den Steinen der Bretagne kann man anthropomorphe Figuren erkennen, vielleicht „Madame Breizh“, wie die Bretagne auf bretonisch heißt, und die uns ihre vielleicht erotischen Geheimnisse anvertraut. Klaus Lustig inszeniert diese Motive nicht, er entdeckt sie, erkennt die verborgenen Geschichten in ihnen und hält sie fest, um sie uns mitzuteilen, ironisch, aus dem Alltagsleben gegriffen. Eine Revue der Erfahrungen und Weisheiten des Fotografen.
Auch den Gang und die Bar sollte der Betrachter beachten: uns begegnet ein Fahrrad in luftiger Höhe der Oststadt, ein anderes Mal eine dichte Häuserschlucht in Wien, bei der sich Klaus Lustig dachte, wie würde das wohl Rodtschenko machen? Bewusst anders belichtet wirkt dieses grobkörnige Bild wie ein Gruß aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts.
Im Gang um die Ecke wieder etwas Überraschendes von Klaus Lustig: eine Art achtteilige Bildergeschichte. „Die Möwe und die Lotte“ (Lotte ist ein bretonischer Fisch, Anm.d.A.), eine Möwe landet im Hafen, sieht sich um, sieht sich neugierig nach etwas Fressbarem um, sondiert auf der Kiste, hüpft in die Kiste und guckt heraus, hat im Schnabel das Endstück des Knorpelfisches, das bekanntlich ein Leckerbissen für alle Möwen ist, fliegt davon. Dann sitzt sie oder eine andere Möwe erneut auf der Banana-Kiste, alles beginnt von neuem.
Der Fotograf muss warten, wie eine Möwe denken, im richtigen Moment abdrücken, sich die Geschichte überlegen, sie uns erzählen.
In der Bar hängen vor allem wieder bretonische Motive, in wirkungsvolle Korrespondenz gebracht: Sohn Max am stürmischen Meer, daneben eine mehrsprachige Warnung vor hohen Wellen, in ungelenkem Deutsch heißt das dann „Sterbliche Gefahr“. Eine Komik, die zum Lächeln anregt, Sprache ist doch etwas Seltsames, Übersetzungen können tragisch sein.
Weiterhin leuchten geschichtsträchtige Leuchttürme in ungewöhnlichen Perspektiven, von König Ludwig XIV. geschleifte Kirchtürme erzählen tragische Begebenheiten der vergangenen Zeit, mäanderndes Brackwasser, Steine und Kühe erinnern an mythische Berichte, in denen der Faustkeil von Zeus auf die Erde gefallen ist. Verfallende Schiffe sind gerade noch Gerippe ihrer selbst, vergehen und blicken zurück auf bessere Zeiten, Revue.
Im Gang findet man noch zwei Karlsruher Geschichtszeugnisse in Schwarz-Weiß, eine Hommage von Klaus Lustig an seinen Vater, einem gelernte Fotografen, der nach dem Krieg einen Blick auf den Kronenplatz wirft und Theodor Heuss im Zug festhält. Welche Uniformen trugen wohl die Wachmänner vor dem Krieg? Eine neue Zeit bricht an, man sieht voraus, blickt aber immer noch mit einem Hühnerauge in die Vergangenheit. Die alte und die junge Vergangenheit hält uns Klaus Lustig in seiner Ausstellung mit dem Thema Revue vor Augen, mit Fotografien, die das Leben schrieb. Viel Erfolg, lieber Klaus Lustig, auch zum runden Geburtstag, und Ihnen allen nun viel Vergnügen und lebhafte Gespräche beim Betrachten!

Peter Schumacher – Zeit Vernissage 24.11.2017 KunstWohlfahrt/Klauprechtstr. 30, Karlsruhe

Was zunächst als Hobby begann wurde bald zu einer Passion, die gewissermaßen auch zu seinem Beruf wurde: das Fotografieren und die Beschäftigung mit Fotoapparaten. Peter Schumacher, ein Pfälzer, stellt uns heute als Schwerpunkt 14 seiner Arbeiten zum Thema „Zeit“ vor. Zeit, ein eigentlich abstrakter Begriff, wird hier sichtbar und greifbar und begreifbar. Peter Schumacher hatte die einzigartige Gelegenheit, durch seinen guten Draht zum ehrenamtlichen Türmer und Glöckner, nicht den von Nôtre Dame in Paris, sondern vom Rathausturm in Ettlingen, Herrn Willi Kleinfeld, eines Tages in dessen luftige Höhen aufzusteigen und einige Stunden fotografierend dort zu verbringen. In dieser interessanten Zeit fing Schumacher in dem Glockenstuhl Motive ein, die vor allem die vergängliche und verrinnende Zeit deutlich machen: Zahnräder, die ineinander greifen und sich bewegen, Klöppel, Werkzeuge, Seile. Vielfältige Strukturen und Materialien wie Glas, Wände aus Stein, Holz der Balken und Metall werden in den Schwarz-Weiß-Fotos deutlich herausgehoben, keine Farbe lenkt vom Wesentlichen ab. Ehrfürchtig und archaisch wirken daher die Motive. Sehr ordentlich, blank geputzt und abgestaubt sieht es da oben aus, der Turmwächter wacht über seine Glocken und Zahnräder. Die Turmuhr stammt von ca. 1800, die Glocke selbst kann noch älter sein, denn es ist die „Sibylla“, nach der wohltätigen Markgräfin benannt, möglicherweise sogar von ihr gestiftet, der Gattin bzw. Witwe des „Türkenlouis“, Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden. Die Ettlinger Rathausglocke zeigt in Relief das Badisch-Sachsen-Lauenburgische Allianzwappen sowie die fromme Markgräfin mit einem Kruzifix in der Hand.
Im Gebälk knackt es manchmal, es knirscht oder klappert, der Wind fährt durch die Turmstube, das gleichmäßige mechanische Knacken der Zahnräder lässt eine Ahnung von Ewigkeit durch diese luftige Höhe wehen, ein einsamer Ort hoch über dem Ettlinger Marktplatz, von wo aus die Menschen vielleicht auf die Turmuhr sehen. Aber auch ein magischer Ort, der seinen faszinierenden Reiz für den Wächter und seine Besucher ausstrahlt. Von 1917 gibt es neuere Zimmermannsarbeiten, als Jahreszahl eingeritzt verewigt; ebenso wie Initialen und Abkürzungen in den Balken. Fast wie eine Geheimschrift erkennt man in weiß oder in Ruß von einer Kerze Andeutungen von Namen wie Toni oder Heini (?). Dabei wäre noch die Aufgabe der Feder zu klären, die eine ganz besondere Bewandtnis zu haben scheint. Vielleicht kann Herr Kleinfeld Auskunft geben?
Begleitet von den Erzählungen und Erklärungen des Turmwächters begab sich Peter Schumacher in diesen geheimnisvollen Raum voller Technik und Mechanik, trat dabei aber auch eine Reise in die Vergangenheit Ettlingens an, entfernt erblickt man die Stadt mit ihren Bauwerken, etwa der evang. Johanneskirche – Glocken grüßen sich gegenseitig, geben Signale. Ruft die eine zum Gottesdienst, warnt die andere vor einer Feuersbrunst oder ruft die Zeit aus. Kontrolluhren zeigen, ob die Zeit noch zeitgemäß ist. Glocken begleiten uns das ganze Leben durch die gesamte Menschheitsgeschichte: sie waren bereits vor ca. 4000 Jahren in China und Ägypten bekannt. Die größte Glocke stammt aus dem Jahr 1733, befindet sich in Moskau, wiegt rund 181 t und ist fast 6 m hoch.
Peter Schumacher hat einen sensiblen Blick für Motive und hält sie im richtigen Moment mit seiner digitalen Profikamera mit nur meist einem Objektiv fest. Er arbeitet gern mit Schärfentiefe, die das Hauptmotiv in der Mitte scharf festhält, den Vorder- und Hintergrund jedoch unscharf belässt. Somit bildet die Fotografie bei weitem nicht nur ab, sondern interpretiert und deutet die Situation. Dadurch schafft er eine ehrfürchtige Hommage an den Glockenstuhl im Ettlinger Rathaus und seinen Turmwächter. In der Platzierung von 14 Motiven entsteht somit eine Collage unterschiedlicher Blickwinkel auf Raumsituation und ausgewählter Gegenstände, in dieser Platzierung fast auch ein nachvollziehbarer Raum, deren Atmosphäre nahezu greifbar wird.
Peter Schumacher reist aber nicht nur gern in vergangene Zeiten von alten Turmstuben sondern auch in der realen Welt umher, vor allem Ziele in Asien, etwa Malaysia, Indonesien und Thailand reizen ihn. Er zeigte Fotografien aus diesem Kontinent in einer früheren Ausstellung. Doch auch hier ist ein Foto aus Hanoi in Vietnam in der Ausstellung, eigentlich ein Farbfoto, das Motiv auf der Einladungskarte, hier in sw, das mit dem Foto des Hafens in Kiel dem Thema „Bewegung“ gewidmet ist. Zum einen dramatisieren Wasser, Wolken, Segen und Masten in Bewegung die Szene, zum anderen gelingt es Peter Schumacher in einer Langzeitbelichtung den chaotischen Verkehr in den Straßen Hanois sichtbar zu machen, der hier fließend wird. Nicht nur Fastfood, sondern auch Fast Traffic gibt es in unserer Welt, alles muss schnell gehen, Zeit ist Geld. Zeit fließt beständig und sichtbar, hier eingefangen durch die Linse von Peter Schumacher.

Daneben hängt ein weiteres Paar: die Fassade eines Gebäudes in der Speicherstadt in Hamburg, die man hin- und herdrehen kann, immer bleibt eine interessante Struktur der Backsteinfassade mit den Fenstern und Lüftungsmotiven. Mit dem Betondurchgang auf dem Stefanplatz in Karlsruhe, einmal durch eine ganz andere Linse gesehen, erhält dieses Motiv eine ästhetische Monumentalisierung, die an eine Guckkastenbühne mit symmetrisch angelegten Bäumen denken lässt oder an den Blick in eine alte Plattenkamera.
Bekanntes wird hier neu gesehen, ein ausgewählter Blickwinkel trägt dazu bei. Die Dramatik kann zusätzlich durch Nachbearbeitung gesteigert werden und der leichte Violett-Stich verleiht den Fotografien doch ein gewisses Kolorit.

Farbe ist nun doch anwesend in den Fotos von Peter Schumacher: ein Fotopaar, von dem eines ein Karlsruher Motiv zeigt: ein Treppenhaus mit einem schönen Schmiedeeisengeländer und am Eingang ein kurioses Schild mit der Aufschrift „Radfahren verboten“, mit dem wachsamen Spürauge des Humors entdeckt. Das andere zeigt eine fast unwirkliche Herbststimmung bei Heuchelheim in der Pfalz, Nebel wabern hinter gespenstischen Bäumen, ein Foto, das an Dramatik nicht zu überbieten ist, schön wie ein Gemälde.

Peter Schumachers Arbeiten zeichnen sich durch eine sorgfältige Motivwahl aus, den Blick fürs Besondere, der auf das Wesentliche konzentriert ist. Für ihn ist eine gute Ausrüstung wichtig, die ihm erlaubt, ein Spiel mit der Schärfentiefe einzugehen, und meistens fotografiert er mit einem Objektiv. Die eindrucksvollen Ergebnisse seiner fotografischen Arbeit der letzten Jahre präsentiert er uns heute hier, und es ist möglich, bei Interesse die Motive auch größer von ihm abziehen zu lassen. Man kann Peter Schumacher zu dieser Ausstellung gratulieren, in der er uns Begriffe wie Zeit oder Bewegung in qualitätvollen, hervorragenden Fotoarbeiten und eindrucksvollen Motiven näher gebracht hat.

Helene Seifert M.A. – Kunsthistorikerin, Karlsruhe

 

Von Faunen und Auen

Nach ihrem Diplom 1960 in Hannover ging Uta Gautel zu Robert Ruthardt an die Kunstakademie Karlsruhe. Alles, was Fotografie und Fotografik, klassisch oder digital, Mono oder Sandwich kann, kann sie auch und hat es im In- und Ausland ausgestellt.Hier zeigen wir Bilder, wie sie sie gesehen und fotografiert hat (Photographieren = mit Licht schreiben) . Die mythologischen Figuren vor dem Schloss, hier eingeschneit, sind uns so
ganz neu und haben viel Humor, aber man muss selbst nah rangehen, um ihn zu entdecken ! Die Rheinauen haben viele Gesichter und diese vervielfacht in den Jahreszeiten und Wettern. Hunderte davon hat Uta Gautel in den letzten fünfzig Jahren festgehalten, man muss selbst oft hingehen und genau hinsehen ! Ausstellung vom 24. Juni bis 17. November 2017
Während des Sommermonates August ist die Begegnungsstätte geschlossen!
Sonst: Mo, Mi, Fr 12 - 17 Uhr, Do 15 - 18 Uhr

 

Gerhard Bender - variatio delectat

Dreißig Jahre als Schauspieler auf den Bühnen verschiedener deutscher Theater unterwegs, fand im letzten Jahrzehnt zur Malerei. Das Ergebnis können Sie sehen…
Ausstellungseröffnung: Freitag, 25.November 2016 - Ausstellung bis Frühjahr 2017

 

Gudrun Wörner-Rickelt - Farbe(nrausch...)

Gudrun Wörner-Rickelt

Vernissage am Freitag, 04.12..2015 – 19oo Uhr – Adlerstr. 33 – 76133 Karlsruhe.

Gudrun Wörner-Rickelt studierte bei Prof. Rainer Küchenmeister an der Karlsruher Kunstakademie Malerei.

…..meine Leidenschaft galt immer der Farbe. Nicht nur die Farbkompositionen, sondern auch die Art des Farbauftrags sind mir wichtig.

Dabei habe ich alle Techniken durchlebt. Ölmalerei, Acrylmalerei, Tempera, Eitempera, Aquarell, Gouache - ich musste alles erleben und ausprobieren…

Wir freuen uns Gudrun Wörner-Rickelts Bilder zeigen zu können. Wir laden Sie recht herzlich ein.

 

Ausstellung K.P.M. - Karl-Peter Muller

K.P.M. studierte an der Akademie der bildenden Künste/München bei Prof. Franz Xaver Fuhr und arbeitete später mit Kokoschka, Vedova und Bill. Karl wäre heuer 80 Jahre alt geworden. K.P.M. gründete das UBU + die Tangente. Wir freuen uns, Karls Bilder zu zeigen. Wir laden Sie recht herzlich ein.
Ausstellungseröffnung Freitag, 20. November 2015 19oo Uhr - Dauer der Ausstellung bis Frühjahr 2016

 

Renate Schweizer - Kunst aus Tee

Die Karlsruher Künstlerin Renate Schweizer (BBK) verwandelt Stroh zu Gold und macht Gold zu Stroh. Denn: Vermeintlich Wertloses und Müll, vor allem gebrauchte Tee-Beutel haben es ihr angetan. Sie spannt daraus das Weltenbürgernetz: Eine Weltenbürgerdecke. Sie klebt und übermalt, arrangiert und bettet ein. Renate Schweizer hat Kunst in Stuttgart, München, Bochum und Boston studiert. 2012 war Schweizer mit Prof. Steve Kuntz und dem critical art ensemble (cae) Künstlerin auf der dOCUMENTA (13). Schweizer ist nicht nur mit ihrer Kunst aus Tee seit vielen Jahren international an zahlreichen Ausstellungen beteiligt. So sind Teile ihres Kunstprojekts "Eine Weltenbürgerdecke für Karlsruhe 300" vom 27. März - 10. Mai 2015 in der Redland Art Gallery in Queensland, Australien zu sehen. Jetzt ist ihre Kunst anlässlich einer Ausstellung bei uns zu sehen.
Vernissage am Freitag, den 27. März 2015 um 19oo Uhr in der KunstWohlfahrt, 76137 Karlsruhe, Klauprechtstraße 30

 

Benno Huth in der KunstWohlfahrt

“An der Kunstakademie Karlsruhe wurde ich der Klasse Prof. Hubbuch
zugeteilt, wo hohe Ansprüche an gegenständliches Zeichnen gestellt
wurden. Ich vertrete eine gegenständliche Darstellung, die jedoch das symbolische mit einschließt – ebenso zeitbezogene Themen und Illustrationen – nach einem Studium der Altphilologie auch zu antiken Autoren (Ovid) d.h. Einbeziehung des Mythos.
Als freier Künstler zunehmend Zuwendung zur Malerei, d.h. Einbeziehung der Farbe, die etwas fundamental anderes als Zeichnung darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man abstrakt malt oder gegenständlich – immer muss ein sinnvoller, harmonischer Organismus von Farben und Formen geschaffen werden, wobei es keine Rolle spielt, ob die Farbe malerisch eingesetzt wird oder nicht.
Die Anforderungen an einen persönlich gestalteten Bildorganismus sind
immer dieselben, unabhängig vom Thema, das ich wähle, wenn mich eine
Sache interessiert und inspiriert.” Benno Huth

Kommen Sie am 21. November um 19 Uhr in die AWO
Begegnungsstätte, Klauprechtstraße 30, und genießen
Sie die Eröffnung der großen Benno- Huth- Ausstellung !
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und die Bar auch !!

 

so oder so - Gerhard Knodel in der KunstWohlfahrt

Unsere „Winter-Ausstellung“ wird diesmal eine kleine Werkschau eines sehr vielseitigen Künstlers aus der „Region“ präsentieren. Es ist Gerhard Knodel. Ornamentik und Konstruktivismus ziehen sich durch Knodels Schaffen. Es wird Genähtes, Gedrucktes, Gewebtes zu sehen sein. Wir freuen uns einen so vielseitigen Künstler zeigen zu können. Vernissage am 22.11.2013 um 19oo Uhr. Ausstellung bis April 2014. Öffnungszeiten, Kontakt: klustig(at)kunstwohlfahrt.eu + tel.015114905839. Sonst Mo/Mi/Fr. 12oo-17oo Uhr.
Gerhard Knodel
* 17. Dezember 1935 in Karlsruhe,
aufgewachsen in Eggenstein bei Karlsruhe
1956-61 Studium der Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe bei Prof. W. Schnarrenberger und Prof. W. Herzger und an der Kunstakademie in München bei Prof. E. Glette
1961-77 Kunsterzieher in Buchen (Burckhartgymnasium) und in Mannheim (Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium)
seit 1977 freischaffender Künstler, lebt und arbeitet in Karlsruhe

 

125 Jahre Klauprechtstraße - Eine Revue


Metzgerei Windt, Klauprecht- Ecke Bürklinstraße.1941, Frau W

Eine neue, große Ausstellung ist in unseren Räumen der Begegnungsstätte anlässlich des 125jährigen Straßengeburtstages der Klauprechtstraße zu sehen.Zeitdokumente, Lagepläne, Zeitungsfotos, Familienfotografien und Belegschaftsfotos einiger Firmen, die in der Klauprechtstraße ansässig sind, oder waren, zeigt diese Ausstellung. Komplettiert wird die "Revue" durch einige Ablichtungen der Straße und Szenen, die sich in jüngster Zeit der Klauprechtstraße zutrugen.
Im August ist die Ausstellung leider nur auf Anfrage (bei Manfred Bögle 01711241531 oder Klaus Lustig 015114905839) geöffnet. Ab 5.September wieder während unserer normalen Öffnungszeiten und natürlich auch während des Klauprecht- Straßen- Festes, am 15. September 2013...

 

Schwarze Magie - Verhextes

Ausstellungseröffnung Hannes Hübner - Schwarze Magie
Seit etwa 10 Jahren entstehen Grafiken, die manch Irrationales einfangen, gewürzt Mit Ironie und Galgenhumor. Verrätseltes, und Malerisch- Abgründiges finden den Weg ans Licht.
Es sind Illustrationen zu Geschichten, die noch geschrieben werden müssen, von wem auch immer !
Eröffnung Freitag 20. April 2012 19:00 Uhr
Begrüßung Peter Gautel
Einführung Martin Stieghorst

 

Vater und Sohn

Vater Lustig lernte richtig "Foto", aber das hilft im allgemeinen wenig, wenn zum Auge nicht der Kopf kommt. Das diese Allianz hier geklappt hat, kann man nicht herbeireden, jedoch deutlich sehen, so bei den Karlsruhe-Fotos nach dem letzten Krieg....

Sohn Lustig liebt die Bretagne, aber die andere Bretagne, die versteckte, die unscheinbare.
Was die See mit Tang, Algen und Fremden alles schreiben kann, hat es ihm angetan: Lesen Sie die "Geschichten", die er fand...

Eröffnung Freitag 18.November 2011, 19:00 Uhr
mit Martin Stieghorst

 

Bilder von Gudrun Wörner-Rickelt

Gudrun Wörner- Rickelt
Wir haben das Vergnügen, Bilder von Gudrun Wörner-Rickelt zu zeigen, Bilder von unerwarteter Farbigkeit, von erfreulicher Eigenständigkeit !
Es ist uns immer wieder eine freudige Überraschung, welch qualitätsvolle Kunst ganz nah bei uns zu finden ist, Gott sei Dank gibt es die KunstWohlfahrt !

Vom 15. Juli 2011 - Oktober 2011
Im August machen wir Pause. Bis dahin und danach Do 15:00 - 18:00 Uhr + nach Vereinbarung: 0151 1490 58 39

 

Kinderkunst - eine atemberaubende Ausstellung. Vom 25.03.2011 – Juli 2011

Am 25. März 2011 eröffnete der Karlsruher Sozial- und Jugenddezernent Martin Lenz zusammen mit Peter Gautel eine Ausstellung der KunstWohlfahrt in der AWO Begegnungsstätte „Irma Zöller“, Klauprechtstraße 30, wie sie so noch nie in Karlsruhe stattfand. Mehr als Einhundert Exponate : Tuschezeichnungen, Aquarelle, Wasserfarben-Bilder, Buntstiftzeichnungen, Linolschnitt-Drucke, über Tonarbeiten bis zu Skulpturen aus Pappmaché – alles wurde und wird gezeigt. Viele junge Künstlerinnen und Künstler mehrerer Karlsruher Schulen aller Schulformen, sogar der Sehbehindertenschule am Weinweg, aber auch Schüler von Grund- und Hauptschulen und Gymnasien, vereinten hier einen ganz besonderen Überblick und zeigen ihre herausragende Kreativität. In zwei Gruppen führten jungen Künstler die Ausstellungsbesucher durch die Galerieräume; sichtbar stolz ihrer Wertschätzung durch das zahlreich erschienene Fach- und Laienpublikum, des Bürgermeisters und der Leiterin des Kinderbüros der Stadt, Frau Dr. Frauke Zahradnik..
Sehr eindrucksvoll eine Portraitstrecke (Gesichter) bestehend aus schwarz-weiß Zeichnungen, unterbrochen durch ein „Katzen-Portrait“ im langen Gang der Räume. Ein Farbenrausch geometrischer, impressionistischer Aquarelle/ Wasserfarbenzeichnungen von Schülern der Schule für Sehbehinderte. Raffinesse, Schalk und Satire in mehreren mit Text unterlegten Zeichnungen von Helmholtz-Schülern. Michael Rickelt, der anwesende Kunstlehrer, gab zu, oft bei seinen Schülern „zu klauen…“ Große Formate zeigen Zeno und Amos Rosenbauer, stark vertreten sind die Brüder Michael und Christian Keppler. Das Thema „Clown“ verarbeiteten Kinder aus mehreren Schulen, es wird am Ausstellungseingang versammelt. Subtil und eindrucksvoll zugleich – mehrere erste Werke von Schülern der Anne-Frank-Schule aus Oberreut. Extra für die Ausstellung wurden Archive mit Werken aus den 60er und 70er Jahren geöffnet, stolz die Eltern – zwischenzeitlich erwachsen die damals jungen Künstler. Erwähnt sei hier u. a. das Werk eines anonym bleibend wollenden Künstler namens G.: „Fehlender Umsatz – langer Bart“. Es zeigt einen arbeitslosen Kassierer, der verharrt neben der ebenso arbeitslosen mechanischen Registrierkasse. Aber – er hat Zeit. Hintergründiges erahnt man bei der Wasserfarbenzeichnung „Ein sich sonnender Jüngling“: Er liegt untätig am Strand, die junge Freundin des Müßiggängers erquickt sich im kühlenden Nass, sie ist sich der großen Gefahr nicht bewusst, die von der kleinen, dreieckigen Flosse am Horizont ausgeht. Ob der Jüngling sie noch rechtzeitig warnen wird, wissen wir nicht, der Künstler soll allerdings zwischenzeitlich glücklich verheiratet sein. Zuweilen blutende Finger holten sich Schüler bei der Herstellung schöner, farbiger Linol-Drucke. Wie der Kunstlehrer dieser Schüler, Herr Merkert, versicherte, sind zwischenzeitlich alle Wunden verheilt. Frau Pilick´s Schülerinnen und Schüler nahmen sich des Themas Winter – Schnee an, sanft und schön schweben die Schneeflocken auf den Bildern, die passenderweise neben dem kleinen Ofen der AWO-Begegnungsstätte hängen. Max L. zeigt seinen von der französischen Firma Délingos prämierten Entwurf „Bigbos“ in Manhatten und einen weiteren Dèlingos Stoffpuppenentwurf.
Vieles könnte hier noch betrachtet werden – betrachten Sie doch selbst !
Mit Ausnahmen hat die KunstWohlfahrt in der AWO Begegnungsstätte, Klauprechtstraße 30, am Mo, Mi, Fr. von 12 – 17 Uhr und Donnerstag von 15 – 17:30 Uhr ihre Ausstellungen geöffnet. Jeden zweiten Samstag außerhalb der Ferien findet sich die Schachgruppe „Der Enkel schlägt den Opa – und die Oma macht mit“ um 14:30 Uhr in der AWO ein, dann ist die Ausstellung auch geöffnet. Sondertermine können vereinbart werden: Kontakt www.kunstwohlfahrt.eu

 

MIRK

oder bürgerlich Michael Rickelt ist einer der bedeutensden Cartoonisten, oder altdeutsch gesellschaftskritischenZeichner der Republik.
Sie haben kaum von ihm gehört ?
Er posiert nicht, er arbeitet... Wir freuen uns, dass er zugesagt hat, bei uns einen Querschnitt über Jahrzehnte seines Schaffens auszustellen !
Ich würde mich nicht wundern, wenn jeder Besucher mindestens 3 mal lachte und sehr bedenklich zustimmend mit dem Kopf nickte, der ja das Hirn beherbergt - ein Organ, das etwas aus der Mode ist.
Machen Sie sich das Vergüngen !
Eröffnung Freitag 26. November 2010, 19:00 Uhr mit Peter Gautel als Laudator.

Robert Marcel Becker

Die KunstWohlfahrt in der Klauprechtstraße zeigt einen Überblick über das kreative Schaffen eines vertrauten Nachbarn aus der Karlstraße. Robert Marcel Becker leitet bekanntlich ein Fotostudio an der Ecke der Mathystraße.
Wie jeder professionelle Fotograf, der sein Metier beherrscht, produziert Robert Becker ausgefeilte repräsentative oder intime Porträts seiner Kundinnen und Kunden und entwickelt dabei einen Blick für Form, Komposition, Farben, Posen und Inszenierungen. Und das Gespür für die Psychologie des Modells und des Betrachters spielt bei solchen kreativen Abbildungen ebenfalls eine große Rolle.
Die Fotografie ist bekanntlich die vitale Halbschwester der Malerei, auch wenn sie nicht immer als künstlerisch ebenbürtig erachtet wird. Sie kann aber auf jeden Fall als taugliches Sprungbrett für freie künstlerische Gestaltung dienen. Genau dies trifft natürlich auf Robert Becker zu, der hier ja keine Fotostudioarbeiten im engeren Sinn zeigt.
Zu sehen sind vielmehr kreative Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten, die alle unter dem Titel „Spieltrieb und Sinnsuche“ stehen könnten.
Der Spieltrieb des homo ludens führt zu immer neuen Experimenten mit Techniken und Materialien, wobei sich die Skulpturen am weitesten von der Lichtbildnerei entfernen. Diese mögen zunächst als skurrile abstrakte Gebilde erscheinen, in Wirklichkeit sind es aber lesbare Zeichen und plastische Sinnbilder. Auffällig sind die vielen Augen, die uns entgegenblicken. Man braucht nun nicht gleich an archetypische Zeichen im Sinne C. G. Jungs zu denken. Es genügt, sich zu vergegenwärtigen, dass jedes Objektiv ein kostbares mechanisches Auge ist.
Die frühesten Arbeiten haben sich aus der photographischen Dunkelkammer heraus entwickelt. In Fotogrammen spielt der Künstler mit Positiv –negativ-Effekten. Er erprobt Emulsionen und überträgt sie auf die verschiedensten Materialien.
Seit einiger Zeit experimentiert R. B. mit inszenierten und meist manuell bearbeiteten, kolorierten Fotografien, die er auf bemalter Leinwand präsentiert. Diese Bilder zeigen mehrfach nostalgische Elemente. Sie markieren eine Rückkehr zu traditionellen Themen und Effekten. Aufbau, Farbton, Requisiten wirken fast altmeisterlich oder erinnern an erotische Fotos aus dem fin de siècle.
Modern aussehende Requisiten werden bewusst vermieden. Alle Gerätschaften haben einen Bezug zur dargestellten Person. Der Betrachter fragt sich, wie die Bilder technisch entstanden sind. Was ist Fotografie, was ist Malerei? Was ist traditionell, wo wird die Tradition verfremdet oder weiter entwickelt?
Nostalgisch ist vielleicht aber auch ein Rückbezug auf die ursprüngliche Heimat des Künstlers, der in Sarreguemines geboren ist. Das inszenierte Porträt wird in französischen Fotostudios noch immer praktiziert. Erstkommunikanten in Kutten vor gotischen Bögen, Neuvermählte in künstlichen Posen vor pompösen Hintergründen. Nur das nackte Baby auf weißem Fell ist leicht aus der Mode gekommen.
R. B. spielt bewusst oder unbewusst mit dieser Tradition. Er verhüllt und enthüllt, und schafft Sinn durch Kostüme und teils seltene Requisiten. Dabei können die Modelle sich selbst, Typen oder Allegorien verkörpern. Es geht nicht todernst zu, aber es geht auch nicht um die Dekonstruktion überkommener Motive.
Das gilt auch für den weiblichen Christus auf der Einladungskarte. Bei aller ironischen Distanz hat Robert Becker sich einen Sinn für Mysterien bewahrt.
Schauen Sie sich die Arbeiten noch einmal genau an. Es lohnt sich. Fragen zu Details wird Ihnen der Künstler gerne erklären.
F. Kohlenberger
17.09.2010

 

Maja Römer-Fischer “Autonome Handzeichnungen”

Studium Kunst, Kunstgeschichte, Philosophie in Karlsruhe, Stuttgart, Wien, Lehrtätigkeit in Karlsruhe.
Mitglied des Wiener Arbeitskreises „Musikalische Graphik“
Ausstellungen im In- und Ausland. Zahlreiche Publikationen und Besprechungen ihrer Arbeiten.
Transparenz, Farbe, Material und Relief gehen eine hier
unglaubliche Einheit ein !
Machen Sie sich das Vergnügen ! Peter Gautel

Eröffnung Freitag, 18. Juni 2010. 19 Uhr

 

bushman in USA

Bushman in USA
Er fuhr 1968, also noch vor dem Bau des World Trade
Centers, in die USA, um in Museen frühgriechische Siegel
zu fotografieren. Doch die Leica, das europäische Auge und
der Sinn für das Amerika außerhalb der Wolkenkratzer waren
immer mit von der Partie.
20 große Fotos können wir zum ersten Mal in Deutschland
zeigen – in der KunstWohlfahrt, wo sonst !
Machen Sie sich das Vergnügen ! Peter Gautel

Eröffnung Freitag, 26. März 2010. 19 Uhr
KunstWohlfahrt
Klauprechtstraße 30
76137 Karlsruhe
geöffnet Mo, Mi, Fr, 12 – 17 Uhr, Do 15 – 18 Uhr
oder nach Vereinbarung unter 0151 14 90 58 39
www.kunstwohlfahrt.eu
Foto Pierre Bushman

 

am Ende der Welt - Photographien von Klaus Lustig

„Am Ende der Welt“ – Ausstellungseröffnung am 20. November
im .AWO – Begegnungszentrum „Irma Zöller“, Klauprecht 30

Am Freitag, dem 20. November 2009: Eine Ausstellung von Photographien aus der Bretagne wurde in der der KunstWohlfahrt im Begegnungszentrum „Irma Zöller, Südweststadt, eröffnet. 70 Besucher zählte man an diesem Abend. Alle zeigten sich durchweg begeistert von dem, was sie zu sehen bekamen. Gefeiert wurde natürlich auch, wie bei jeder Vernissage der KunstWohlfahrt..
Bis Februar 2010 zeigt Klaus Lustig in dieser Ausstellung „Am Ende der Welt“ eigene Photographien aus dem Bigouden-Land. Ausführlicher Text über den südwestlichen Zipfel der Bretagne auf dieser Homepage.

Dazu Peter Gautel in seiner Laudatio: „Dass Kunst nicht an der Akademie erfunden wurde, dürfte sich herumgesprochen haben. Dass Mensch plus Photoapparat noch keine Photographien machen, ist bekannt. Nun gibt es diese Photoserie der Bretagne, die mich nicht zögern lässt, sie in der Kunst anzusiedeln: überraschend neu gesehen und überzeugend in Photos umgesetzt…“

Bigouden
und die Entstehungsgeschichte des Damenhäubchens
„Chiffre bigoudène“

Bigouden (bretonisch: Ar Vro Vigouden) ist eine Region südwestlich von Quimper (Kemper), etwa 50 km südlich von Brest.

In dieser kleinen Region tragen die Frauen - oft nur noch in Traditionsvereinen und zu festlichen Anlässen - die traditionelle Kopfbedeckung: Chiffre bigoudène. Es besteht aus mehreren Teilen und muss sehr zeitaufwendig in das lange Haar der Frauen gesteckt werden. Der Schild dieses Hutes wird Bigouden genannt, das Grundgerüst heißt Taledenn und die Bänder, die unter dem linken Ohr verknüpft werden, tragen den Namen Lasenou.

Die Herkunft dieser Kopfbedeckung, so wird erzählt, war ein feiner Protest gegen den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. Dieser Absolutist benötigte für seine aufwendige Hofhaltung, aber vor allem für seine zahlreichen Kriege und Schlachten, in immer zunehmendem Maße Geld. 1675 erließ bzw. erhöhte er für die ferne Provinz neue Steuern. Ein Recht, das laut dem Vertrag von Vannes nur dem Ständeparlament von Rennes zustand. Die Erhöhung von Steuern auf Zinn, Zoll, Tabak, Mühlen, Fischerei und Schifffahrt, die die Bretonen mit 2 Mio. Livres bereits vorab abgegolten hatten, sowie eine neue Steuer, die auf jede amtliche Beglaubigung (Stempelpapier) und öffentliche Handlung (z. B. Hochzeit, Taufe, Beerdigung) erhoben wurden, provozierte den Aufstand der Bonnets Rouges, der Rotkappen.

Dieser Aufstand erfasste bald das ganz Land. Die Rèvolte du papier timbrè wird vor allem im Finistère zur flächendeckenden Erhebung des Landvolks unter dem Banner revolutionärer Ideen, die nicht nur gegen den königlichen Blutsauger, sondern gegen die Ständegesellschaft allgemein gerichtet ist. Eine aus dem Boden gestampfte Bauernarmee von 20 000 Mann unter der Führung des Rechtsanwaltes Sebastian Ar Balp kämpft erfolgreich gegen verunsicherte Söldner des Königs. Von wütenden Bauern werden die ersten Châteaux des einheimischen Adels angezündet, der ketzerische Code Paysan, von 14 Gemeinden zwischen Douarnenez und Concarneau unterschrieben, bildet die programmatische Grundlage der Revolte, die die herrschenden Verhältnisse von Grund auf verändern will. 14 Artikel enthält das Bauerngesetzbüchlein, einer aufrührerischer als der andere. Nicht nur die neuen Steuern sollen zurückgenommen werden, gebührenfreie Gerichtsbarkeit und unabhängige Richter werden genauso selbstverständlich gefordert wie die Legalisierung der Heirat zwischen Landadel und Bauern, die Aufteilung des Feudalbesitzes und die Abschaffung der Frondienste. Die bretonischen Stände geraten zwischen die Fronten: Auf der einen Seite die revoltierenden Bauern, auf der anderen marodierende royalistische Truppen und ein Hagel von königlichen Erlassen, die dem Landadel die noch verbliebene Macht beschneiden wollen – von autonomer Provinz ist keine Rede mehr.

Adel verpflichtet: Die bretonischen Stände schlagen sich auf die Seite der königlichen Heere, die in Eilmärschen anrücken, um der wütenden Revolution den Garaus zu machen. Die Bonnet Rouges haben keine Chance. Mit unglaublicher Brutalität wird unter dem Gouverneur Chaulnes der Aufstand erstickt. Ar Balp wird von einem französischen Offizier erstochen.

Das Gemetzel unter den Bauerntruppen, wahllose Massenhinrichtungen in den Armenvierteln der Städte oder die systematische Beseitigung der Führer durch Erhängen, Rädern oder wenigstens Verbannung auf eine Galeere sind nur ein probates Mittel königlicher Ordnungspolitik.
Doch damit nicht genug. Zur Strafe werden einige Kirchtürme geschleift, das Parlament der störrischen Provinz wird für 15 Jahre nach Vannes verbannt, die bretonischen Stände sind endgültig unterworfen und mucken nicht länger auf gegen neue Steuern. Die pressen sie ohnehin wie gewohnt aus den Bauern heraus – den Verlierern der Stempelrevolte.

Um die Bretonen zu demütigen, schleift man auf Befehl des Königs die Kirchtürme. Zerstört ihre Dächer, halbiert sie. Nun richten die Frauen des Bigoudenlandes die verlorenen, die ehemals aufrechten und hohen Türme wieder auf. Das Häubchen auf dem Kopf ist – der verlorene Kirchturm.

Rund um Penmarc`h (bret. Penn=Kopf Marc`h=Pferd = Pferdekopf) lassen sich zahlreiche Beispiele sehen, die zu einem Motiv meiner Fotoserie wurden. Menschen fotografierte ich dort selten, ich spreche weder bretonisch noch französisch, man sollte die Sprache des Menschen können, bevor man ihn fotografiert.

Nicht nur vom verkommenen Pariser Adel wurden die Menschen im Finistère misshandelt: Als der Räuber La Fontanelle, der mit seinen Gesellen am Ende des 16. Jh. zum Zwecke der Brandschatzung eine Rundreise über die Halbinsel unternommen hatte, 2000 Bauern samt ihren Familien töten ließ, die sich in der Kirche sicher wähnten, war das wirtschaftliche Schicksal der Gemeinde auf Jahrhunderte besiegelt. Erst der Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg brachte wieder mehr Leben in diese Region.

Die Sprache der Bretonen war, wie alle anderen Minderheitssprachen in Frankreich, stets ungeliebt im Paris der Herrscher – während allen französischen Republiken. Spätestens nach der Revolution suchten diese Herrscher in Paris nach Wegen, den Minderheitssprachen den Garaus zu machen. Nur in Paris wurde die Sprache der Vernunft gesprochen. Diese Art von „Vernunft“ wurde hier, im Finistère – in der ganzen Bretagne – nie verstanden. Es ist verständlich, dass in der Bretagne die Marseillaise weder gerne gehört noch gerne gesungen wird.
Nach dem Ersten Weltkrieg ging man dazu über, das Bretonische systematisch auszurotten. (Im Ersten Weltkrieg wurden 250 000 Bretonen, 10 % der Gesamtbevölkerung der Bretagne getötet. Von den französischen Offizieren wurden die Bretonen zusammen mit „Eingeborenen“ aus den Kolonien eingesetzt. Man behandelte sie wie Tiere, da sie ja keine menschliche Sprache beherrschten.) Allerdings ist die französische Sprache überhaupt nicht geschaffen für die bretonische Landschaft, die ich so gerne fotografiere: Denn nur im Bretonischen gibt es unzählige Wörter für „Grau“, „Sand“, „Wolken“…

Klaus Lustig

lle Bilder auf: https://plus.google.com/107724909005049664004/posts

 

am ende der Welt

 

am ende der Welt

 

Angeklebt - politische Plakate aus den 70ern + 80ern

Soziale und politische Plakate aus den 70ern und 80ern von P&U Gautel.
Vernissage am Freitag, 27. Februar 09 um 20:00 Uhr.

Die "Macher" sind anwesend....

 

Karlsruhe wird kinderfreundlich

 

+ und politisch...

 

Ueli Ruegg in der KunstWohlfahrt

Wer Rüeggs Architektur kennt, muss zugeben, dass sie ein ernstes und sehr bewusstes Spiel mit den Formen im Licht ist.
Nun gibt es die Gelegenheit, auch den Künstler Rüegg – zum ersten Mal in Deutschland – kennenzulernen. Sein Material sind vorgefertigte Formen, hauptsächlich aus Holz, wie sie für den Sandguss, die Hutmacherei und andere Fertigungstechniken verwendet wurden. Diese Formen/Formteile sind oft von einer überraschenden Ästhetik, Resultat einer formalen Ratio, die durch die Produktion vorgegeben ist. Oft sind sie bereits ohne Eingriff eine Art Kunstwerk, etwa im Sinn des objet trouvé von Marcel Duchamp, das seine ästhetische Qualität mit dem Ortswechsel schlagartig ändert. Doch damit ist Ueli Rüegg nicht zufrieden. Er bringt Teile dieser Teile in einem festen Rahmen miteinander in Beziehung, gewissermaßen kleine Formgedichte oder plastische Kammermusik.

 

Eva Klingler und Dorothea Wasilewska

Eva Klingler, die bekannte Karlsruher Krimiautorin, liest aus neuesten Texten und bringt ihre beste Freundin, Dorota Wasilewska mit...Bilder haben sie auch dabei !
Eva Klingler
kennen Sie als Autorin:
Sie las bereits in der
KunstWohlfahrt, oder Sie
haben ein paar von ihren
Krimis gelesen.
Aus ihrem Neusten
wird sie am
26. September
vortragen!
Dass sie malt, wussten
Sie noch nicht,
Bilder überraschende
Tiefe, Farbwirbel
ins Nichts…
Machen Sie sich das
Vergnügen!

Dorota Wasilewska
kennen Sie
wahrscheinlich noch
nicht, aber die eine oder
andere hat vielleicht von
ihrem Kunstpreis gelesen,
den sie sich in Dresden
ermalte. Ihrer Texte
war sie sich unsicher.
Glücklicherweise konnte
sie ihre Freundin
Eva Klingler davon
überzeugen, dass sie
durchaus vor- und
lesenswert seien.
Machen Sie sich auch
dieses Vergnügen!

 

Linde Scheller Freudenberg in der KW

Am Freitag, 1.August 08 findet um 20:00 Uhr eine Vernissage einer neuen Ausstellung in der KunstWohlfahrt statt.
Linde Scheller-Freudenbergzeigt in ihrer 25. Ausstellung Arbeiten aus drei Jahrzehnten:
Aquarelle, Montagen & Ölbilder. Die Ausstellung findet bis einschließlich September 08 statt.

 

Erika Sulzer-Kleinemeier in der KW

 

Sulzer-Kleinemeier

Einladung
Es wird spannend am 25. Januar 2008, 20 Uhr in der KunstWohlfahrt in Karlsruhe, Klauprechtstraße 30: Erika Sulzer-Kleinemeier stellt ihr, stellt DAS Fotobuch über die letzten 40 Jahre BRD vor, das sogar in der FAZ-Bücherempfehlung auf Platz 1 landete, obwohl es eigentlich für diese Zeitung etwas zu links sein müsste.
Zusätzlich gibt es eine Ausstellung von Originalvergrößerungen.
Wenige politische Persönlichkeiten in der BRD fehlen und auf allen Fotos erstaunt die unglaubliche Direktheit, sei es der junge Juso Gerhard Schröder, kokett zur Seite blickend, der schwitzend geifernde Franz Josef Strauß in Vilshofen, der keifende Schirinowski, der pathetische Adolf von Thadden und das entlarvend komische Portrait von Walther Ulbricht in Leipzig, Dutschke und Cohn-Bendit 1968.
Doch auch die von ihr dokumentierten Ereignisse vibrieren vor Unmittelbarkeit – der historische Händedruck Brandt - Scheel, dazu der sich bereits als Sieger feiernde Kiesinger, die Hausbesetzungen im Frankfurter Westend, brutale Polizeieinsätze, die Mutlanger Prominenten-Blockade und, und… Erika Sulzer-Kleinemeier wird Sie auf eine Backstage-Tour der Fotojournalistik mitnehmen, Fragen beantworten und ihr Buch signieren, das Sie am Büchertisch der STEPHANUS Buchhandlung zum Preis von ¤ 28.- erwerben können; das Sponsoring durch das Kulturwerk der VG Bild-Kunst GmbH und die Kultur-Stiftung Rheinland-Pfalz ermöglichten diesen günstigen Preis.
Der Eintritt ist frei, Getränke sind selbst-köstlich und Spenden gern gesehen…
„Erika Sulzer-Kleinemeier Fotografien 1967 bis 2007“ Format 24 x 23 cm, 204 Seiten, 244 Abbildungen Gesamtgestaltung P&U Gautel, Karlsruhe, den Druck besorgte Heinz W. Holler in Durlach, Verlag Stroemfeld

Uta Gautel - Fotografik

Einladung

Bis zum September 2007 zeigt die Foto-Grafikerin Uta Gautel in der KW(KunstWohlfahrt) in der Begegnungsstätte der AWO Klauprechtstr. 30, 76137 Karlsruhe

Horizonte
merk-würdige Fotos und Fotografiken
und "aufgehängte" Lyrik.

Die Ausstellung ist geöffnet
Mo, Mi, Fr. 12-17 und Do 14-17 Uhr.

Da diese Zeiten für viele Freunde ungeschickt sind, geht es fast immer auch nach Vereinbarung telefonisch 0151 1490 58 39

Immer mal wieder tauchte der Gedanke auf, dass die Südweststadt ein eigenes, offenes kleine s Kulturzentrum brauchen könnte, nicht nur für die Besucher der Begegnungsstätte, sondern für alle Bürger der Südweststadt (und überall).

Die KW ist eine Idee von Klaus Lustig, und der Erfolg gibt ihm recht...

Im März las die Krimi-Autorin Eva Klingler, im Mai wird ein ziemlich bekannter Theaterleiter a. D. einen Ringelnatz Abend geben, eine Lesung von und mit Wolfram Menzel ist festgeklopft, im Herbst dann ein Abend mit dem Historiker Gerhard Gräber, Thema "Die autonome Republik Pfalz 1923/24", ein Theaterabend mit DIE INTENDANTEN wird kommen und, und, und...
Also, sehen wir uns in der KW ?

Aus dem Buch HORIZONTE; Uta Gautel - Fotografik - Fotos - Texte;ISBN 978-3-929431-23-0
Vor + Nachwort von Peter Gautel:Der Vater war Maler und Leiter der Werkkunstschule Hannover, die Mutter nach Bauhaus-Abschluss als Weberin, Textil- und Mode-Designerin tätig – da war der Schritt zur Kunst ein kleiner.
Uta Stichs, jetzt Uta Gautel, studierte in Hannover an der Werkkunstschule Grafik-Design. In diesem Zusammenhang entdeckte sie ihre Liebe zur Fotografie, und da an der Kunstakademie in Karlsruhe der legendäre
Fotograf und Fotografiker Robert Ruthardt lehrte, nahm sie noch zwei Semester bei ihm.
Doch Fotografie ist bei ihr nie Dokumentation oder Reportage, sondern ein Werkzeug zur Umsetzung von Ideen.
Damals nahm sie am Kunstpreis “Junge Kunst in Baden-Württemberg” mit drei Fotografiken teil, sehr zum Vergnügen Ruthardts, denn bis dahin war “Foto” eben keine “Kunst”. Von Natur aus keine “Lautsprecherin”, arbeitet sie bis heute als Grafik-Designerin und schuf viele Jahre ihre Fotografik “für die Schublade”. Begleitet hat sie ihre vielschichtigen, oft mit einer Prise Humor gewürzten Grafiken mit lyrischen Texten, nach dem gleichen
Gestaltungsprinzip gewürzt und vielschichtig.
An die breitere Öffentlichkeit ging sie für die Kunstauktionen der Aids-Hilfe Karlsruhe. Die erste größere Ausstellung von Fotografiken und Texten kam endlich 2007 in der KunstWohlfahrt Karlsruhe zustande und fand ein ermutigendes Echo.
Hier zeigte sie auch “reine” Fotos, denn manche Sujets tragen die angestrebte Vielschichtigkeit und manchmal auch die Prise Humor bereits in sich.
Das Architektur-Sammelsurium am Themseufer oder der bestuhlte, jedoch leere Petersplatz im Heiligen Jahr 2000 belegen das.
Zur Technik: Entstanden frühere Arbeiten in der Dunkelkammer als Resultat von Belichtung und chemischen Prozessen, so sind die hier gezeigten „Sandwich-Technik“. Zwei Diapositive werden übereinander montiert, analog vergrößert oder gescant und digital ausgedruckt. Bis zwei Passende sich finden, kann allerdings einige Zeit vergehen. In Utas Gehirnspeicher gibt es jedoch irgendwo ein Fach “Stufe 1”.
Plötzlich “klingelt” es dort, sie stutzt, nimmt die Kamera, sucht den richtigen Ausschnitt und ein passendes Gegenstück hat sich gefunden.
Peter Gautel